Bewerbung als YouTube-Video?

von Marcel Widmer am 28. Juli 2010

Judith Steiner, TV-Journalistin aus Rapperswil-Jona am Zürichsee, sucht nach einer mehrmonatigen Asienreise eine neue Herausforderung in ihrem Beruf. Und tut das mit einer sehr aufwändig und professionell gemachten Bewerbung:

In mehreren Videosequenzen, die sie über eine Navigation raffiniert verknüpft, zeigt sie, was sie als Journalistin mitbringt und erklärt, in welchen Gefielden sie für ein (Medien-)Unternehmen einen echten Mehrwert bieten kann.

Ich habe in den vergangenen 11 Jahren, in denen ich als Berater und JobCoach tätig bin, mehrere 1000 Bewerbungen erhalten und geprüft. Und weiss, dass es hier wirklich “nichts gibt, was es nicht gibt”. Entsprechend skeptisch war ich, als ich bei Twitter von Judiths Bewerbungsvideo gelesen habe.

Meine Skepsis hat sich aber sehr schnell in echte Begeisterung verwandelt:

  • Videos mit intergrierter Navigation sind noch sehr ungewohnt. Deshalb erklärt Judith zu Beginn, wie man die einzelnen Sequenzen anwählen kann.
    Was ich als potenzieller Arbeitgeber daraus ableiten kann: sie kann sich in ihre Zuschauer hinein versetzen und beherrscht auch die technischen Elemente ihres Handwerks.
  • Die einzelnen Elemente der Bewerbung (“Journalistin”, “Produktionen”, “Referenzen”, “Support me” und “Job gesucht”) hat sie so gewählt, dass das “Publikum” schnell und einfach zur gewünschten Information kommt.
    Ergo: sie ist fähig, Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden zu können und es auf den Punkt zu bringen – die inhaltlichen Elemente ihres Handwerks.
  • Im (Teil-)Video “Job gesucht” erklärt sie, in welchen Funktionen (“… als Redaktorin, Produzentin oder VJ …”) sie ihre Kompetenzen (“Organisationstalent, mein selbstständiges Arbeite und mein kreatives Denken”) einbringen möchte.
    Das heisst: sie weiss, was sie kann und wo dieses Können gefragt ist.
  • Zwangsläufig zeigt sie sich im Video selbst und vermittelt so offen und direkt einen sehr persönlichen Eindruck (auch mit einer angemessenen Portion Humor: “Chnopf nonig gfunde? Er isch zmitzt im Bild integriert!”).

Ich bin wirklich begeistert: Judith Steiner präsentiert ihre Bewerbung professionell, ausgesprochen sympathisch und authenisch (ich kenne sie persönlich) – Chapeau!

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss:
Ein Bewerbungsvideo ist für eine TV-Journalistin perfekt, weil sie so ihre Fachkompetenz hervorragend präsentieren kann. Aber nicht das richtige Medium für die Bewerbung als Maschineningenieur, Verkaufsleiterin, Buchhalter, Personalberaterin usw. (weil Videoproduktion hier eben nicht zur Kernkompetenz gehört und deshalb nicht das adäquate Mittel ist, um sich gezielt zu präsentieren).

“Das Leben nach dem Spitzensport” war am 10. Mai 2010 Thema der “Sportlounge” des Schweizer Fernsehens:

Der Rücktritt ist einer der grossen Schritte im Leben von Spitzensportlern. Meist ein Schritt aus dem Rampenlicht [...] hinein in ein neues Leben, das es erst zu formen gilt. Die Suche nach [...] einer neuen wirtschaftlichen Existenz bezeichnen viele Spitzensportler als eine sehr schwierige Lebensphase und ist häufig mit dem vielzitierten Fall in ein «Loch» verbunden.

In dieser Sendung diskutierten die Moderatorin Regula Späni und die ehemaligen Sportgrössen Anita Weyermann (Leichtathletik), Marco Büchel (Ski) und Patrick Fischer (Eishockey) darüber, mit welchen Schwierigkeiten sie konfrontiert waren bzw. werden und wie sie den Umstieg geschafft bzw. wie sie ihn angehen wollen:
sportlounge vom 10.05.2010

Besonders beeindruckt hat mich zum einen die Offenheit der Sportler, mit der sie über die eigenen Unsicherheiten und die Stolpersteine gesprochen haben. Zum anderen war es für mich aus beruflicher Sicht ebenso interessant, von Matthias Zurbuchen (Swiss Olympic, Bereichsleiter Athletensupport) zu hören, wie Swiss Olympic und die Sportverbände die Spitzensportler/innen nach, aber auch schon während der Karriere als Spitzensportler mit einem breiten Programm unterstützen.
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Karriereplanung in der Krise?

7. Mai 2010

Nicht alles ist möglich, aber vieles! Nutzen Sie Krisensituationen, um über Ihre berufliche Entwicklung, über Ihre Karriere nachzudenken?
Dann helfen Ihnen die Überlegungen, die Marius Leutengger in Interviews mit mir und anderen Job-Profis in der SonntagsZeitung vom 2. Mai 2010 festgehalten hat:
Grundsätzlich gelte aber tatsächlich, dass Krise und Chance Zwillinge seien, bestätigt Widmer. Denn: «Im Courant [...]

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Grosse Gehaltsunterschiede: was tun?

19. April 2010

Dr. Ursula Weidenfeld (u.a. langjährige stv. Chefredakteurin des “Tagesspiegel”) und Margaret Heckel (u.a. frühere Politikchefin der „Welt“) betreiben ein Informationsportal zu Fragen von Ethik und Moral in Entscheidungs- und Bewertungskonflikten: www.das-tut-man-nicht.de

Margaret Heckel hat mich angefragt, ob ich mich dort künftig mit meinem Wissen im Bereich “Job und Karriere” einbringen würde. Ich habe gerne zugesagt und [...]

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Bewerbungsgespräch: wie alles begann …

19. Februar 2010

Das britischen Komiker Alexander Armstrong und Ben Miller nehmen in der Armstrong and Miller Show von BBC die Art, Bewerbungsgespräche zu führen, unter die Lupe auf die Schippe:

Viel scheint sich nicht verändert zu haben … ;-)

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Wann ist ein Lohn gerecht?

7. September 2009

Guten Tag, liebe Leserin, lieber Leser das FUTURA-Magazins. Ich freue mich über Ihren Besuch. Hier im JobBlog finden Sie viele Artikel rund um die Themen Job, Karriere, Bildung. Abonnieren Sie diese Artikel kostenlos – hier steht, wie einfach das geht!

Im Juli hat Marius Leutenegger, Redaktor von FUTURA – Das Bildungsmagazin, mit mir ein Interview zum [...]

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Aufschieberitis

21. Mai 2009

Aufschieberitis (in Englisch: Procrastination) – kennen Sie das? Ich auch …

(via work.innovation blog)

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Profi im Beruf – Profi Privat

18. Mai 2009

Emil Herzog ist Coach, Szeneparodist und Veränderungsbegleiter. Im Buch Manager-Coaching – Wie individuelle Ressourcen programmiert werden geht er der Frage nach, ob sich Spitzenleistungen im Beruf und private Lebensqualität vereinbaren lassen.
Um Antworten darauf zu finden, hat er berufliche Menschen interviewt und so herausgefunden, welche Strategien sie anwenden, wie sie mit ihren Ressourcen umgehen und wie [...]

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