Jochen Mai (Jo’s Jobwelt) hat sich die Mühe gemacht und die hundert häufigsten Fragen in Jobinterviews zusammengestellt:
- Erzählen Sie mir was über sich.
- Was sind Ihre Stärken?
- Was sind Ihre Schwächen?
- Welcher Manager ist für Sie ein Vorbild und warum?
- Mit welchen Persönlichkeiten kommen Sie am besten zurecht und warum?
- Warum möchten Sie diesen Job?
- Wo möchten Sie in fünf Jahren stehen?
- Erzählen Sie mir etwas über ihre größte Herausforderung.
- Businesslunch: Sie ordern ein Steak, englisch. Der Kellner bringt es durchgebraten. Was tun Sie?
- Wenn ich Ihnen Ihr Gehalt zahle, dass Sie fordern, dafür aber von Ihnen verlange, Ihre Stellenbeschreibung für das kommende Jahr zu schreiben – was stünde darin?
- Wozu ist der Filz auf einem Tennisball?
- Wie stellen Sie möglichst schnell Ihre Vertrauenswürdigkeit in Ihrem neuen Team unter Beweis?
- Wenn Sie wählen können, jetzt an irgendeinem Ort dieser Erde zu sein, wo wären Sie?
- Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie für jemanden arbeiten müssten, der weniger weiß als Sie selbst?
- Gab es einen Menschen in Ihrer Laufbahn, der Sie verändert hat?
- Wie sieht das ideale Unternehmen für Sie aus?
- Was hat Sie an diesem Unternehmen interessiert?
- Worauf sind Sie besonders stolz?
- Wohin möchten Sie sich in Ihrer Karriere entwickeln?
- Welche Kultur reizt Sie mehr – stukturiert oder unternehmerisch?
- Was möchten Sie später machen?
- Geben Sie mir ein paar Beispiele von Ideen, die Sie umgesetzt haben.
- Was sind Ihre großen Lebensträume?
- Was möchten Sie unbedingt mal werden?
- Wie würden Sie Ihren Arbeitsstil bewerten?
- Was für ein Auto fahren Sie?
- Erzählen Sie mir was über Konflikte, die Sie in Ihrem Job schon erlebt haben.
- Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
- Welche Zeitungen/Zeitschriften haben Sie abonniert?
- Was wäre für Sie eine ideale Arbeitssituation?
- Warum sollten wir Sie einstellen?
- Was haben Sie an Ihrem vergangenen Job überhaupt nicht gemocht?
- Was denken Sie über Ihren letzten Chef?
- Was ist Ihr größter Fehler – und was haben Sie daraus gelernt?
- Was irritiert Sie am meisten an anderen Menschen und wie gehen Sie damit um?
- Wovor haben Sie am meisten Angst?
- Wer hat Sie in Ihrem Leben entscheidend geprägt? Wie?
- Was werden Sie in den ersten 30 Tagen dieses Jobs unternehmen?
- Was war die wichtigste Lektion, die Sie in der Schule gelernt haben?
- Was war die wichtigste Lektion Ihres Studiums?
- Welche drei Charaktereigenschaften würden Ihre Freunde Ihnen nachsagen, um Sie zu beschreiben?
- Was werden Sie an Ihrem jetzigen/letzten Job am meisten vermissen?
- Wenn Sie jemanden für diese Stelle interviewen müssten, auf was würden Sie achten?
- Nennen Sie fünf Begriffe, die Ihren Charakter beschreiben.
- Was ist Ihr größter Erfolg, den Sie außerhalb Ihres Berufs erreicht haben?
- Verkaufen Sie mir diesen Bleistift!
- Wenn ich Ihr Chef wäre und würde etwas von Ihnen verlangen, von dem Sie nicht überzeugt sind – was würden Sie tun?
- Was ist besser: Sollte ein Chef geliebt oder gefürchtet werden?
- Wie mache ich mich in Ihren Augen als Interviewer?
- Erklären Sie mir mit verschlossen Augen Schritt für Schritt wie ich meine Schuhe zubinden soll.
- Was trifft mehr auf Sie zu: Sie sind Detail orientiert – Sie sind visionär?
- Wenn Sie diesen Job bekommen, wie sieht Ihre Strategie für die nächsten 100 Tage aus?
- Wer sind Ihre Vorbilder?
- Nennen Sie mir 10 Dinge, wozu man einen Stift noch benutzen kann!
- Haben Sie auch Fragen an mich?
- Wann waren Sie in Ihrem Job am meisten zufrieden?
- Was war die schwerste Entscheidung, die Sie in den vergangenen zwei Jahren treffen mussten?
- Was machen Sie, wenn Sie Spass haben wollen?
- Warum verlassen Sie Ihren aktuellen Job?
- Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
- Wie fühlen Sie sich, wenn Sie ein “Nein” als Antwort erhalten?
- Was war die schwerste Zeit in Ihrem Leben? Wie sind Sie damit umgegangen?
- Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?
- Wann haben Sie etwas falsch gemacht. Wie sind Sie damit zurecht gekommen?
- Sagen Sie mir etwas über Sie, das ich Ihrer Meinung nach unbedingt wissen sollte.
- Was ist der Unterschied zwischen gut und außergewöhnlich?
- Was sind die zentralen Eigenschaften einer guten Führungskraft?
- Und einer schlechten?
- Was bedauern Sie am meisten? Warum?
- Welche drei positiven Charaktereigenschaften fehlen Ihnen?
- Wenn Sie herausfinden würden, dass Ihr Unternehmen etwas verbotenes tut – wie gehen Sie damit um?
- Wie oft am Tag überlappen sich die Zeiger einer Uhr?
- Wie würden Sie ein Flugzeug vermessen – ohne Maßstab?
- Welche Aufgabe war für Sie zu schwer und wie haben Sie das Problem gelöst?
- Wenn ich Ihren ehemaligen Vorgesetzten fragen würde, welche Weiterbildung für Sie noch wichtig wäre – was würde er antworten?
- Wenn Sie ein Superheld sein könnten, welche Superkraft würden Sie wählen?
- Was war der beste Film, den Sie in der Vergangenheit gesehen haben?
- Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Sie die diversen Tagesaufgaben unmöglich alle an diesem Tag schaffen können?
- Welche Techniken oder Werkzeuge nutzen Sie, um sich selbst zu organisieren?
- Was können Sie für uns tun, was andere nicht können?
- Nennen Sie bitte drei positive Dinge, die Ihr ehemaliger Chef über Sie sagen würde.
- Und was würde er negatives über Sie sagen?
- Wenn Sie ein Tier wären, welches wären Sie?
- Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
- Welches Gehalt stellen Sie sich vor?
- Was haben Sie vorher verdient?
- Haben Sie Kinder oder möchten Sie welche in absehbarer Zeit haben?
- Für was waren Sie in Ihrem alten Job verantwortlich?
- Was wissen Sie über unsere Branche?
- Was wissen Sie über unser Unternehmen?
- Wie lange würde es dauern, bis Sie bei uns einen signifikanten Beitrag leisten?
- Wären Sie bereit, umzuziehen?
- Was war das letzte Projekt, an dem Sie gearbeitet haben und was war das Ergebnis?
- Welche Ziel verfolgen Sie mit diesem neuen Job?
- Nennen Sie mir jeweils ein Beispiel, wann Sie überdurchschnittliches und unterdurchschnittliches geleistet haben.
- Können Sie beschreiben, wie das war, als Sie für Ihre Arbeit kritisiert wurden?
- Haben Sie jemals in einem Team gearbeitet, in dem einer oder mehrere sich auf der Arbeit anderer ausgeruht haben. Wie sind Sie damit umgegangen?
- Was ist Ihr persönlicher Leitsatz?
- Erzählen Sie mir davon, wie Sie einen Kollegen kritisieren mussten. Wie haben Sie das gemacht?
- Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen?
Ob es sinnvoll ist, sich anhand dieser 100 Fragen akribisch auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten? Ganz sicher nicht! Aber es gibt Ihnen hervorragende Denkanstösse, um sich gedanklich auf das Interview einzustimmen.
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Frage 85 (modifiziert: Was wollen Sie verdienen?) ist eigentlich immer meine erste Frage. Ich habe noch nie eine direkte und klare Antwort erhalten.
Und dabei wünscht man sich doch Mitarbeiter die wissen was sie wollen und Entscheidungen treffen können.
Der Filz auf einem Tennisball …
dämpft das “plopp” und lässt das ballsche Hüpfen kontrollierter zu -
oder nicht?
@ marketing-blog.biz
Die Frage in dieser Form ist aber auch ganz schön happig! Ernsthaft. Ich habe schon wie folgt gefragt:
1) “Was denken Sie, was Sie dem Unternehmen wert sind?”
2) “Wieviel davon wollen Sie in Schweizer Franken erhalten und wieviel in einer anderen Währung (z.B. Anerkennung, Entfaltungsmöglichkeiten, …)”
Diese Art zu fragen, nimmt der Sache etwas die Schärfe bzw. die Angst, dass es eine Fangfrage sein könnte.
@ Gaby:
Genau – Du hast den Job! ;-)
Ich finde es voll gut das man solche seiten im Internet findet!!!
Und ich freue mich genauso “voll”, dass meine Tipps hier auf reges Interesse stossen :-)
Find ich total interessant, was man alles fragne kann! Bin durch meine letzte Vorstellungsgespräch darauf gekommen, als ich die Frage gekriegt habe: “Stellen Sie sich vor, Sie haben ein buch geschrieben. Worum handelt es sich?” Da war ich platt… Es würde mich nämlich sehr interessieren, was man den Antworten ablesen kann. Hat jemand ein tipp, wo man das nachschauen kann?
Frage 87 – die würde ich lieber nicht stellen :-)
Und wieso nicht?
Antwort auf Frage 16 “Wie sieht das ideale Unternehmen für Sie aus?”:
Es ist meins und es läuft super.
Frage 58. Was machen Sie, wenn Sie Spass haben wollen?
Antwort: Bewerbungsschreiben!
Wir hätten bei einem solchen Vorstellungsgespräch spätestens nach der 39ten angefangen zu heulen. Wir glauben unsere Vorstellungsgespräche waren im Vergleich zu den Fragen recht einfach.
Liebe Grüße aus Potsdam (Germany)
FrAniziskaMö
@ Anika und Franzi
Es ist ja nicht die Idee (und schon gar nicht sinnvoll), dass ein Interviewer diese 100 Fragen herunterbetet. Wenn’s denn so wäre, dann würde ich schon vor der 39. Frage aufstehen und gehen ;-)
Frage 87 muss der Bewerber garnicht beantworten, weil das den Interviewer auch garnichts angeht..
Aber tolle Liste.. hilft mir meine Antworten auszudenken für meine Vorstellungsgespräche.
Also ich habe morgen auch ein Bewerbungsgespräch
Aber solche Fragen wurden mir bisher noch nie gestellt.
Ich möchte meine Lehre in einer Metzgerei machen… Was hat das jetzt mit einem Tennisball zu tun……das versteh ich absolut nicht.
Ich denke mal das sind so dumme Fragen weil man weiss der Bewerber hat keine Antwort darauf….Hätte ich auch nicht……Ich bin nun 21 arbeite sehr viel….aber das rechnet mir kein chef an was ich mache…..
@ Nicole
Gleich vorweg: ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim morgigen Vorstellungsgespräch!
Zur Frage mit dem Tennisball: Es geht hier nicht darum, zu überprüfen, ob jemand weiss, wieso ein Tennisball eine filzige Oberfläche hat (wenn sie/er es wüsste, wäre die Erkenntnis aus der Antwort nicht von Nutzen). Es geht darum, an einem praktischen Beispiel zu hören, wie jemand sich Gedanken darüber macht, welche Möglichkeiten sie/er in Betracht zieht, welche ausschliesst. Das gibt einem ein gutes Gespür dafür, wie jemand den Joballtag meistern kann, wenn er/sie etwas nicht kennt (was völlig normal ist).
Hallo,
Frage: warum geben Sie Ihre Selbständigkeit bzw. Agentur auf bzw. warum wollen Sie dies aufgeben?
Antwort:Auch wenn ich 7 Jahre lang erfolgreich gearbeitet habe, bin ich jetzt an einem Punkt angelangt, an dem ich mich beruflich nicht mehr weiterentwickeln kann – ich möchte wieder herausgefordert werden und Neues lernen – ich fühle mich schon seit längerem unterfordert. Da ich meinen Job überwiegend von meinem Home Office aus erledige, möchte ich aus der berufsbedingten Isolation räumlich wie sozial heraus. Ich vermisse die Arbeit in einem Team, wobei ich auch gerne allein arbeite, dennoch fehlt mir der Kontakt & Austausch mit Kollegen. Ein weiterer Grund ist der, dass ich in einem größeren Unternehmen arbeiten möchte, das auch international agiert.
Kann mann Das also anwort benutzten?
@ Rina Montalvo
Ihre Gedankenkette können Sie sehr gut als Erklärung verwenden. Aus folgenden Gründen: sie ist in sich schlüssig / sie entspricht der Realität bzw. der Wahrheit (nehme ich zumindest an) / sie spricht Punkte an (“vermisse Arbeit im Team”), die für Unternehmen ein Vorteil sind.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Wechsel!
Nun Danke für die Tipps. Ich habe am Montag seit 5 Jahren wieder einmal ein Vorstellungs- Gespräch weil mir der alte Job definitiv nicht mehr gefällt.
Die meisten Sorgen bei der Fragerei mache ich mir wenn die Frage 70 gestellt wird. Mir fällt schlichtweg keine solchen Positiven Charaktereigenschaften ein die ich nicht habe…
Zum Thema Lohn. Nun dies ist wohl die nervigste Frage. Man sollte Hellsehen können um zu wissen was sein Budget ist dass er maximal ausgeben will;)
@ Jürg
Sie werden vermutlich nie erfahren, wo der Salärrahmen auf der Unternehmensseite liegt. Deshalb ist die einzig mögliche Strategie, sich bewusst zu werden, a) welchen “Marktwert” man für sich einschätzt und b) wo die eigene (natürlich untere) Schmerzgrenze liegt.
Nicht vergessen sollte man in diesem Zusammenhang: natürlich besteht ein grosser Teil des Lohns in Schweizer Franken (bzw. in der jeweiligen Landeswährung); ein Teil aber wird in anderen “Währungen” wie persönliche Befriedigung, Gestaltungsmöglichkeiten etc. “ausbezahlt”!
Wie soll ich denn reagieren, wenn mir eine Frage gestellt wird, die ich zu persönlich finde. Also gerade solche wie die 15, 37 und 62. Ich würde in jedem Fall versuchen, eine allgemeine Antwort zu geben, die nicht allzuviel über mich aussagt, aber ich denke es ist auch wichtig zeigen zu können, dass man Grenzen setzen kann, wenn es einem zu persönlich wird nicht?
@ Alyn
Natürlich ist es auch eine durchaus positive Eigenschaft, wenn man Grenzen setzt (und dies sogar entsprechend klar deklariert). Ob allerdings (als Beispiel) die Frage 15 (zu) persönlich ist bzw. diese Grenze verletzen würde? Und aus welchen Überlegungen wollen Sie das Persönliche ausblenden? Ihre persönliche Seite ist doch (mindestens) genauso wichtig wie Ihre fachliche Seite!
Ein Beispiel, wie die Frage 15 beantwortet werden könnte:
“Mein erster Chef hat mich in einer Beziehung sehr stark geprägt: er hat mich immer wieder ermuntert, neue Lösungen zu versuchen, um nicht immer in den gleichen Mustern zu denken und zu handeln. Diese Denkhaltung ist seit damals ein wesentlicher Teil, wenn ich komplexe Probleme in meinem Job lösen muss.”
Ich bin davon ausgegangen, dass ich eine Person aus meinem privaten Umfeld erwähnen würde, beispielsweise meine beste Freundin oder ein Ex, die mich sicher sehr verändert haben. Ich würde an einem Vorstellungsgespräch einfach nicht gerne über meine Gefühle reden und bei Fragen wie zum Beispiel der schlimmsten Zeit meines Lebens geht es ja hauptsächlich um Gefühle. Ich will ja niemandem erzählen wie schlecht es mir jahrelang ging. Ich sehe das ebenfalls so, dass meine Persönlichkeit wichtig ist, nur gibt es für mich da schon klare Grenzen wenn es um mein Privatleben geht.
Besten Dank für das Beispiel.
Eigentlich müsste man mit diesen 100 Fragen ein eigenes Blog anfangen, die 100 Fragen in 100 Beiträge umwandeln und dann darüber diskutieren. Gibt es z.B. eine Autobesitzer-Interpretation?
Aufgrund dieses Artikels habe ich begonnen, meine Erfahrungen als Personalchef und Bewerberinterviewer in meinem Blog zu notieren.
Erstmals Komplimente zu diesem Blog, schön gibt es sowas!
Habe diese Seite schon mehrmals besucht und auch immer für mich interessante Inputs holen können. Echt Stark!
Aber nun stehe ich am Berg und weiss nicht wie hoch!
Wenn ich einen Teil dieser 100 Fragen zu beantwortenhätt bei meinem Vorstellungsgespräch (in wenigen Tagen)würde es mir besser gehen, würde ich mich zumindest ziemlich sicher fühlen das ich auf vieles Eine gute Antwort ready hätte….
Doch bin ich mit einer Situation konfrontiert die mich echt aus dem Konzept wirft und ich einfach keine Lösung finde! Diese möchte ich Euch gerne schildern, vielleicht profitiert jemand mal von diesem Eintrag (hoffentlich ich auch)!
Situation:
Ich habe mich als Account Manager bei einer Marketingfirma beworben (Schwergewicht E-Marketing).
Hatte ein erstes Gespräch mit einem Headhunter, das sehr gut lief (fast zu gut).
Scheinbar war dieser so von meiner Person überzeugt das er noch während unseres Gesprächs den Chef der Auftraggeber Firma anrief um einen Vorstellungs-Termin für mich zu vereinbaren!
Cool dachte ich –> Termin steht, ich habe den Headhunter überzeugt jetzt nur noch mit dem Big Boss reden und dann sehen wir weiter.
Einen Tag später rief mich der Headhunter an und bat mich eine Power Point Präsentation vorzubereiten für mein Treffen mit dem Chef….
Er gab mir die Aufgabe innerhalb 10-15 min. auf folgende Fragen in Form der erwähnten PP-Präsentation einzugehen:
1. Wer sind Sie?
2. Was für ein Bild haben Sie für Ihre Tätigkeit bei der Firma XY?
3. Wie sehen Sie die ersten 6 Mt. bei der Firma XY?
4. Welche Strategie fahren Sie selber bei der Firma XY?
5. Welche Aktionen lösen Sie bei der Firma XY aus?
6. Welche Ziele haben Sie in den ersten 6 Mt. bei der Firma XY?
Ja und jetzt sitze ich schon seit x-Stunden da und versuche Antworten zu finden… aber es gelingt mir nicht. Die PP-Präsentation an und für sich, sprich Layout usw. kein Problem! Aber diese Fragen…
Ich denke zukünftig werden vielfach Bewerbungsgespräche auf dieser Ebene ablaufen, weg vom Standard! Das find ich toll aber momenatn ist es too mutch für mich…
Was denkt Ihr, zu den Fragen, mögliche Antworten und grundsätzlich zu dieser Form?
Hattet Ihr evtl. sogar schon Erfahrungen in dieese Richtung?
Hallo Herr Klausner
Eine tatsächlich nicht alltägliche Methode, die aber durchaus ihren Reiz hat (für Sie natürlich nicht – im Moment) ;-)
Ihnen nun mit den von Ihnen gelieferten Informationen die Erfolg versprechenden Tipps zu geben, wäre “too much” für mich. Und abgesehen davon unseriös!
Was Ihnen vielleicht helfen könnte, die Blockade zu lösen:
1) Versetzen Sie sich gedanklich in die Situation des Chefs: Was sind die Herausforderungen seiner Firma? Welchen Teil dieser Herausforderungen möchte er seinem künftigen Account Manager übertragen (welche Teilprobleme kann er also abgeben)?
2) Überlegen Sie sich (besser: halten Sie schriftlich fest) welche Punkte muss der Bewerber X erfüllen, damit Sie als Chef der Firma eine möglichst grosse Chance sehen (und spüren), dass Bewerber X Ihnen diese Probleme lösen kann?
3) Wenn Sie all diese Punkte (nicht zu schnell aufgeben) notiert haben, dann versetzen Sie sich wieder zurück in Ihre reale Situation als Bewerber Klausner. Und überlegen sich, in welchen Punkte Sie besonders stark sind und zum Erfolg des Unternehmens beitragen können.
4) Nun schreiben Sie Ihre PP-Präsentation.
Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Erfolg (und interessante neue Erfahrungen)!
Hallo,
meines Erachtens kann die Firma nicht erwarten, dass Herr Klausner durch die erste Präsentation Vorschläge unterbreitet, die dem Fragensteller zeigen, dass der Bewerber eine echte Bereicherung für das Unternehmen sind.
Viel eher liegt der Fokus in anderen Punkten:
1) Hat sich der Bewerber mit dem Unternehmen auseinandergetzt?
2) Wie bringt der Bewerber seine Botschaft rüber?
3) Kann er mich (als Chef) überzeugen, kann er andere mitreissen?
4) Macht der Bewerber einen engagierten Eindruck, will er etwas bewegen?
Ich würde mir weniger Gedanke darüber machen die “richtigen” Antworten zu geben. Stattdessen muss ich als Person überzeugen. Was macht mich als Bewerber einzigartig und welche Botschaft soll beim Chef ankommen. In welcher Form will ich diese rüberbringen? Als Bewerber sollte man zeigen, dass man diesen Stresssituationen gewachsen ist. Lassen Sie sich also nicht aus der Ruhe bringen!
Interessant wäre es zu erfahren wie das Gespräch ausgegangen ist. Würde mich freuen, wenn Herr Klausner uns nochmal eine Rückmeldung gibt.
Hallo zusammen,
die Situation von Herrn Klausner kommt mir bekannt vor. Ich hatte vor einiger Zeit mal ein Vorstellungsgespräch bei einem direkten Mitbewerber meines derzeitigen Arbeitgebers auf die Stelle, die ich derzeit auch innehabe. Auch ich hatte vorher ein Gespräch mit einem Headhunter (will heißen er hat mich kontaktiert, nicht ich aktiv gesucht). Das lief soweit gut, kurz danach Einladung an den Sitz des Mitbewerbers. Dort sollte ich eine PPT-Präsentation mit ähnlichen Topics geben.
Mein konkretes Problem war nun: wie erzähle ich etwas, ohne etwas zu erzählen…(weil sich die Nennung konkreter Zahlen ja selbstredend verbietet). Das ganze Gespräch dort war dann mehr so wie ein Geschlechtsakt unter Stachelschweinen – sehr, sehr vorsichtig. Im Prinzip hat keiner was konkretes gesagt und ich denke im Nachhinein, dass man solche Gespräche eigentlich lassen sollte. Es gab anschließend keinerlei Rückmeldung (was ich schon etwas enttäuschend fand, da es sich dabei um eine Firma mit weltweit >2 Milliarden Umsatz handelt) und ich halte es inzwischen für vertane Zeit (habe dadurch aber immerhin für mich was gelernt).
Bäh. Ein Liste die auf prätentiöse, machthungrige, faschistoide Selbstdarsteller, wie Kadermitarbeiter, Manager und Mitarbeiterschulungsberaterdingens zugeschnitten ist. Sieht man schon bei #4.
[Ironiemodus ON]
Klar. Alle. Jeder. Und immer. Danke für die differenzierte Betrachtungsweise – so bringen wir die Menschheit weiter!
[Ironiemodus OFF]
Meine Güte! Habe in zwei Tagen ein Vorstellungsgespräch und wenn ich diese Liste so vor mich anschaue und studiere…… muss ich noch Nachtarbeit leisten!!!
1. Wie beantwortet man am besten die Frage “Erzählen Sie über sich?” Eine Wiedergabe des Lebenslaufs ist ja weithingehend überflüssig… Kann mir jemand ein Beispiel geben?
2. Wie bereitet man sich auf ein Bewerbungsgespräch vor, wenn man noch nicht weiß um welches Unternehmen es sich handelt (Gespräch bei Personalagentur)?
ich hoffe, es kann mir jemand helfen.
Bitte alle Fragen lesen und überlegen. se immer positive während das Vorstellungsgespräch.
hallo,
finde sie seite sehr nützlich beider vorbereitung zu einem vorstllungsgespräch, würde mich über passend gut Antwortmöglichkeiten zu den jeweiligen fragen sehr freuen….
moni
Hallo Moni
Wenn ich als Bewerberinterviewer komische Fragen stelle, will ich nicht eine auswendig gelernte “richtige” Antwort hören, sondern herausfinden, wie der Bewerber damit umgeht. Deshalb wäre es kontraproduktiv, Antworten zu diesen Fragen zu veröffentlichen – weil es sie ja gar nicht gibt.
Wenn ich beispielsweise einen Chauffeur suche, der viel Kundenkontakt hat und unsere Dienstleistungen en passant verkaufen muss, möchte ich zum Beispiel herausfinden, ob ich ihn leicht aus der Ruhe bringen kann und er plötzlich aufbraust oder ungehalten wird.
Gruss, tinu
lol
manche fragen sind ja echt beschuert!! vor allem die mit dem Tennisball und dem Steak!!!!
oder was war der beste film den sie je gesehen haben!!!
:-)
Bescheuert sind die Fragen nicht. Es geht dabei darum, dass der Gesprächspartner etwas über sich erzählen kann und ich auf der anderen Seite mir ein Bild über seine “Funktionsweise” machen kann. Am Beispiel Tennisball geht es gar nicht darum zu sehen, ob er/sie das weiss – es geht darum, wie geht jemand vor, wenn er/sie eine Lösung nicht weiss, sondern sich “herantasten” muss.
Danke Marcel Widmer!
Finde die Seite sehr gut! Sicherlich gibt es einige wie mich, die plötzlich Linienverantwortung tragen, fachlich sehr gut sind aber leider überhaupt keine Ahnung von Vorstellungsgesprächen haben. Arbeiten diese dann auch noch in einem KMU ohne eigene resp. ohne gute HR-Abteilung stehen sie „wie der Esel am Berg“, wie ich auch gerade. Solche Leute führen dann Vorstellungsgespräche und sollten nach Möglichkeit auch noch die richtigen Leute einstellen. Sicherlich keine leichte Aufgabe! Wird das Vorstellungsgespräch überhaupt nicht vorbereitet, sollte man die Kandidaten erst gar nicht kommen lassen weil es auch resp. vor allem für die Kandidaten nicht befriedigend sein kann.
Ich für meinen Teil bin sehr froh, wenn ich für eine gute Vorbereitung auf solche Seiten zurückgreifen kann. Es ist ja grundsätzlich nichts anderes als eine Ideensammlung und selbstverständlich müssen all diese Fragen auf das eigene Unternehmen angepasst werden.
Besten Dank.
Marcel
@ Marcel
Danke für die Blumen! Aufgrund der Situation (“plötzlich” Linienverantwortung, ohne “gute” HR-Abteilung) empfehle ich Ihnen einen Kurs, um die Grundlagen der Interviewtechnik kennen zu lernen. Falls Sie in der Schweiz leben bzw. arbeiten, kann ich Ihnen zum Beispiel die ZGP (Zürcher Gesellschaft für Personal-Management, http://www.zgp.ch ) empfehlen. Viel Erfolg!
Hallöchen an alle. Habe mich soeben durch die Seite gelesen, da ich morgen auch ein “Vorstellungsgespräch” habe. D.h ich möchte in meiner jetzigen Firma eine verantwortungsvollere Position (Finance Manager). Ich arbeite bereits seit über sieben Jahren bei dieser Firma als Chefbuchhalter. Nun muss ich morgen zu einer Unternehmungsberater-Firma gehen für ein Vorstellungsgespräch.
Nach meiner Einschätzung kann man sich auf solche Fragen fast gar nicht vorbereiten. Vielmehr kann man hoffen, geistig genug fit zu sein, um Antworten zu finden, die zeigen, dass man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen will. Ich denke, man kann auch bei den einen oder anderen Fragen ruhig eine Gegenfrage stellen (z.b.: wie meinen Sie das jetzt?) Dies verschaft etwas mehr zeit und auch ev. einen neuen Gedankengang.
Ich für mich habe mir bei einigen Fragen überlegt, was ich sagen könnte und habe das notiert. Morgen dann wird mir aber auf dieselbe Frage sicherlich was anderes einfallen….
@ Jean-Pierre: Ich drücke Ihnen die Daumen!
Hallo Marcel
Habe mich Ende letzten Jahres mit einem Zweit-Interviewer getroffen, der ähnliche bis gleiche Fragen stellte. Diese Fragen waren für mich neu und zum Teil konnte ich auch nicht antworten wie ich später dann gewollt hätte. (Typisch im Nachhinein erst!) Es handelte sich um eine Direktionsstelle. Natürlich habe ich versucht, ruhig (war ich jedoch nicht wirklich) auf die Fragen einzugehen und dementsprechend zu antworten. Das ganze war sehr freundlich und einladend und dennoch war mir nicht sehr wohl, weil ich nicht wusste wohin die Unterhaltung führt. Aufgrunddessen, dass mich diese Firma an-/abgeworben hatte, habe ich die Stelle bekommen. Bin mir nicht sicher, ob ich das Vorstellungsgespräch ansonsten bravourös bestanden hätte. Für mich also Neuland, werde mich künftig eingehender mit diesem Thema befassen, da ich es grundsätzlich spannend finde!!
@ Tony
Es ist m.E. “in Ordnung”, dass ein Bewerber in einem Gespräch etwas nervös ist. Wenn nicht, finde ich das verwunderlich und spreche den Bewerber auch darauf an. Und: auch Führungskräfte haben das Recht, nervös und unsicher zu sein. ;-)
Die Fragen sind hier nicht aufgeführt in der Meinung, dass man sich akribisch darauf vorbereiten sollte und gleich “jede” Antwort “cool und realxed” liefern könnte. Es geht mir viel mehr darum, Denkanstösse zu geben, welche Themen (neben den ganz klassichen) in einem Bewerberinterview auch auftauchen könnten. Und so möchte ich anregen, sich auch mit solchen Fragen zu beschäftigen; Motto: “Stimmt, dazu habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht / bin ich mir gar nicht richtig bewusst geworden.)
Viel Erfolg und Freude im neuen Job :-)
Also habe die 100 Fragen angeschaut und die beantwortet die mir am schwersten fallen und die die wahrscheinlich kommen werden.
Insgesammt eine gute Sache die Liste, leider weiss man nicht immer was für eine eigentliche Frage hinter der Frage stecken soll!
Zum Tennisball auch noch meine Antwort:
Filz hält den Ball warm und trocken, wie auch der Filz in freier Wildbahn ;-)
Ciao a tutti!
Kompliment für diese Seite! Habe am Dienstag 5.2.2008 ein Vorstellundsgespräch in einer Zahnarztpraxis (bewerbe mich als Dentalassistentin..) und konnte mich dank dieser Fragen ein bisschen einstimmen und vorbereiten. Da dies seit der Beendigung meiner Lehrzeit erst das zweite Bewerbungsgespräch ist, bin ich sowieso noch nicht so vertraut mit diesen Fragen und geübt in diesen Gesprächen. Meistens oder eigentlich fast immer läuft sowieso alles anders als man denkt, was wahrscheinlich auch gut so ist, denn sonst macht man sich nur verrückt! Also drückt mir die Daumen..
Bye,Bye
@ Marion: Es freut mich, dass die Fragen (und evtl. andere Beiträge in meinem Blog) Ihnen bei der Vorbereitung geholfen haben. Ich wünsche Ihnen für das Vorstellungsgespräch viel Erfolg und ebenso viel Glück! Selbstverständlich drücke ich Ihnen die Daumen!
Ich habe in 2 Tagen ein Vorstellungsgespräch bei IKEA. Da ich noch ein Student bin, kann ich nur Samstags arbeiten. Ich weiss aber noch nicht genau was ich dem Personalchef für Fragen stellen soll. Können Sie mir ein paar gute Tipps geben. Vielen Dank.
@ N.K.: Hier konkrete Tipps zugeben, würde den Rahmen des Möglichen sprengen. Nur soviel: was interessiert Sie an IKEA, am Job und/oder an Ihren Kolleginnen und Kollegen am meisten? Schreiben Sie’s auf – dann haben Sie schon einige Fragen. Viel Glück und Erfolg beim Vorstellungsgespräch!
Hallöchen erstmal:)
Finde die Seite echt supi…
…aber manche Fragen sind schon ein bisschen komisch,oder!?^^
Also wenn mir solche Fragen wie zB. “Nennen sie mir 10 Dinge wofür man einen Stift noch benutzen kann.”, gestellt werden würden,würde ich mich ein bisschen verarscht fühlen:)
Naja…aber so bekommt man mal einen Einblick!
Lg…
@ Marla
Bei der Frage geht es gar nicht in erster Linie um die Antworten, die Sie geben. Und schon gar nicht um die Frage, ob die Antworten falsch oder richtig sind.
Es gibt dem Interviewer aber die Gelegenheit zu verstehen, wie Sie “ticken” (wie Sie sich mit komischen Fragen auseinander setzen, ob Sie widerspruchslos alles annehmen, ob Sie zurückfragen usw.)
Ist doch ganz einfach: Meiner Meinung nach besitzt der Tennisball Filz (und zwar knall gelben), damit man ihn besser sieht.
Hallo
Ich habe mir die Freiheit genommen und die Fragen mal ausgedruckt, um besser darauf antworten zu können. Ich hab mich echt gewundert was die Chefa so alles für Fragen stellen können. Aber dank Ihnen bin ich vorbereitet.
Hallo!
Zuerst muss ich mal sagen, dass ich die Seite echt gut finde und auch ein bisschen schockiert bin, was es denn hier so für Fragen gibt!
Morgen habe ich mein erstes “richtiges” Vorstellungsgepräch (Ausbildungstelle zur Kauffrau für Marketingkommunikation). Ich würde gerne wissen ob mir vielleicht jemand sagen kann was mich denn da erwarten könnte, da ich mir noch nichts genaues vorstellen kann. Außerdem bin ich total nervös, weil ich die Ausbildung wirklich gerne bekommen würde, vielleicht gibts ja n paar Tipps, damit ich nicht so unsicher wirke.
Vielen Dank.
@ Nadine
Wenn ich sagen könnte, was Sie dort erwarten wird, wäre ich Hellseher und nicht Job-Coach ;-) Ich drücke Ihnen aber die Daumen und wünsche Ihnen viel Erfolg im Gespräch. Übrigens: Nervosität gehört dazu – Sie werden dadurch wachsamer sein!
Vielleicht sollte sich dieser Jochen zuerst mal über das rechliche eines Bewerbungsgesprächs informieren, bevor er Fragen zusammenstellt. Fragen wie “Was für ein Auto fahren Sie?” “Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?” “Welche Zeitungen/Zeitschriften haben Sie abonniert?” “Wer sind Ihre Vorbilder?” “Was machen Sie, wenn Sie Spass haben wollen?” “Was war die schwerste Zeit in Ihrem Leben?” “Was ist Ihre schönste Kindheitserinnerung?”"Was war der beste Film, den Sie in der Vergangenheit gesehen haben?” gehören klar zur Privatsphäre und müssen nicht beantwortet werden. Krass ist die Frage “Haben Sie Kinder oder möchten Sie welche in absehbarer Zeit haben?”: Fragen zur Familienplanung sind unerlaubt. Ebenso scheint die Frage “Was würden Sie tun, wenn Sie im Lotto gewinnen?” nur daraufhinzuzielen, unerlaubt die finanziellen Verhältnisse auszuhorchen. Mein Tipp: Man sollte darauf eine Antwort geben, sie kann aber nicht der Wahrheit entsprechen. Dies ist erlaubt bei solchen Fragen!
@ Sagi
Ich weiss nicht, welche (konkreten!) Erfahrungen Sie gemacht haben, welche Regeln Sie daraus ableiten und was für Sie Sinn und Zweck eines Bewerbungsgespräch (für beide Seiten!) sein soll. Aber was Sie in Ihrem Kommentar an Interpretationen und Tipps bieten, ist schlicht und einfach Nonsens!
Jene, die fordern, dass die Privatsphäre in Bewerbungsgesprächen tabu sein müsse, sind dann aber auch die ersten, die dann laut nach mehr Menschlichkeit am Arbeitsplatz (was durchaus eine vernünftige Forderung ist) rufen. Abstrus!
Die Liste find ich gut, aber meiner Meinung nach verliert jetzt jedes Vorstellungsgespräch den erwünschten effekt. Damit mein ich, dass bei bestimmten Fragen nicht die korrekte Antwort verlangt wird, sondern vielmehr die Art und Weise WIE man nach einer Antwort sucht. Anderer Seits hab ich jetzt natürlich eine bessere Vorstellung, wie alles ablaufen wird. Ein Tipp will ich hier allen weitergeben:
Bleibt so wie ihr immer seid! Jeder Versucht, dem Interviewer was vorzumachen, scheitert!
@ Klaus
Genau. Mit solchen Fragen, will ich versuchen zu verstehen, wie mein Gesprächspartner “tickt”. Und damit kann ich mir ein viel besseres Bild über ihn, über seine Art zu Denken usw. machen, als wenn ich ihn nur Dinge abfrage, die sein Wissen (Fragen nach richtig oder falsch) abfragen.
Frage 87: haben sie kinder (zulässig) wollen sie in absehbarerer Zeit noch welche (unter umständen unzulässig) => sind sie schwanger (unzulässig!)
Frage 86: was haben sie vorher verdient? (UNZULÄSSIG!!!!!!!)
Mal ehrlich, stellen Sie diese Fragen WIRKLICH bei einem Vorstellungsgespräch… Da wüsst ich ganz ehrlich nicht was ich antworten würde bei der Frage, was halten Sie von mir als Interviewer? … Ihre Fragerei zielt unter Umständen darauf ab den Bewerber zu verunsichern was absolut unfair ist! Als würde man die Machtposition die der Interviewer in diesem Moment hat, missbrauchen… Da gibt es doch ein wunderhübsches Wort für solche Leute nicht?
@ Corinne
1) Falsch, Frage 86 (nach dem bisherigen Salär) ist absolut ZULÄSSIG!
2) Wie ich schon mehrfach in Kommentaren weiter oben beschreiben habe: es geht nicht darum, dem Bewerber zu zeigen, wer hier cleverer ist und den anderen aufs Glatteis führen kann. Es geht darum, zu erfahren, wie der Bewerber tickt (auch in ganz “komischen” Situationen) und dann abzuschätzen, ob er ins Unternehmen passt.
Wieso gehen immer wieder davon aus, dass der Unternehmensvertreter im Interview der Böse und der Bewerber das Opfer sind? Genauso legitim (und vernünftig!) ist es, als Bewerber kritische Fragen zum Unternehmen, zum Vorgesetzten usw. zu stellen und so dem Unternehmen “auf den Zahn zu fühlen”!
Bewerber gehen nicht davon aus, dass der Unternehmensvertreter im Interview böses will, darum sind solche fragen ja auch so unfair! Mit vielen Fragen die hier aufgeführt sind, zielt man darauf ab, den Bewerber zu verunsichern. Man kann auch mit anderen Fragen herausfinden wie ein Bewerber “tickt”. Meiner Meinung nach.
Ich finde es unverantwortlich. Natürlich kann man das nicht bei allen Fragen sagen, doch der Unternehmensvertreter (super Wort!) weiss ganz genau, dass der Bewerber unsicher und nervös ist und diese Fragen unterstützen dieses Gefühl nur. Jedes weiss das und wenn man dies ausnutzt…
Fragen nach dem früheren Salär sind UNZULÄSSIG Herr Unternehmensvertreter!!!!!!!!!!!!!!!! Wie viel verdienen SIE denn und wie viel haben Sie früher verdient? Bevorzugen Sie Boxershorts oder Slips? Stehen Sie auf Männer oder auf Frauen? Unangenehm oder? und UNZULÄSSIG! Der frühere Salär hat absolut nichts mit der Stelle zu tun die der Bewerber antritt! Es hat Sie nicht zu interessieren! Genau so wie ob ich als Frau noch plane Kinder zu bekommen… Diskriminierung sagt Ihnen schon was? Geht Sie überhaupt nichts an ob ich PLANE Kinder zu kriegen. Sie sollten doch mittlerweile wissen (egal wie Alt sie sind), dass sich das Leben nicht planen lässt. Vorallem Kinder nicht.
@ Corinne
Die 101. Frage: Gibt es Situationen, in denen Sie Ihre gute Kinderstube vergessen, nur weil jemand eine andere Ansicht hat? Zum Beispiel als Gast in einem Blog *hüstel*
Hallo, wirklich gute Seite!…
hab morgen auch ein Vorstellungsgespräch bei einem der großen deutschen Autokonzerne, …. hoffe es geht gut…
Muss mal was zur Frage mit dem Filz auf dem Tennis loswerden!
Also… Tennisball hat Filz, damit er den Schnitt – also den Topspin oder Slize besser annimmt – und damit er langsamer fliegt! … bitte nicht als Klugscheißerei mißverstehen… hab mich nur über die Seite gefreut und wollte mal was beitrage ;-)…
@Andreas: Viel Erfolg beim morgigen Gespräch!
Hinter den meisten Fragen verbirgst sich einfach nur die Frage, welche Stärken und Schwächen man hat und wie man sich gibt und selbst darstellt. Die Antwort selbst, so denke ich, ich genau so wichtig wie das Auftreten von jemandem.
Hallo aus Lübeck,
ich bereite mich grade auf eine Seminarreihe einer Azubimesse vor, wo ich in spielerischer Weise den jungen Leuten die Angst vor dem Vorstellungsgespräch nehmen möchte.
Mir gefällt dieser Fragenkatalog gut. Er ist ein schönes Klettergerüst, auf dem man sich austoben kann.
Ich möchte an alle Personalentscheider appellieren potentiellen Auszubildenden gut vorbereitete Fragen zu stellen. Ich erlebe immer wieder, das die Einstellungsgespräche bei Azubis eher Halbherzig geführt wurden. Meine Meinung ist, wer vernünftige Antworten haben möchte, sollte auch vernünftige Fragen stellen.
Diese Menschen sind unsere Zukunft, so sollten wir sie auch behandeln! Geben Sie evtl. auch mal einem “vergeigten Gespräch” eine Zweite Chance, wenn die Noten und der erste Eindruck eigentlich gut war. Viele Grüße aus dem Norden
@corinne
ist es unzulässig wenn ich meinen neuen Mitarbeiter(in) vorab kennen lernen möchte? Ich glaube nicht das diese Fragen dazu dienen Mann oder Frau hier in die Ecke zu treiben. Und wer nichts zu verbergen hat, braucht auch nicht die Liste der verbotenen Fragen auswendig können.
Es werden MITARBEITER(innen) gesucht.
Ja, da steckt erstaunlicher Weise das Wort arbeit drin. Ein Unternehmen sucht nunmal Menschen die bereit sind für Geld zu ARBEITEN… einfach mal sacken lassen… ;o)
Wirklich informativ und unterhaltsam! Besten Dank.
Falls ich mich mal irgendwo bewerbe,
dann werde ich dem Unternehmensvertreter
mal einige adäquate Fragen aus dieser Liste stellen.
z. B.
Warum macht Ihr Unternehmen Filz auf die Tennisbälle?
Wie sieht der ideale Mitarbeiter für Sie aus?
Wann war Ihr Unternehmen am meisten zufrieden?
Was würde der Chef tun, wenn er im Lotto gewinnt?
Beste Grüße
@ Christoph: absolut richtig – schliesslich geht’s für beide Seiten darum, sich ein möglichst gutes Bild vom Gegenüber zu machen!
@ Marcel Widmer
Tolle Geschichte hier, richtig eindrucksvoll. Was mir besonders gefällt, ist, beide Seiten zu hören. Denn egal, auf welcher Seite des Schreibtischs man sitzt, fällt es schwer, den anderen zu verstehen.
Ich habe lange Jahre Bewerbungsgespräche geführt, und neben Fachfragen auch Fragen gestellt wie: “Wann waren Sie das letzte Mal im Kino” oder “Worüber haben Sie das letzte Mal herzlich lachen müssen”. Weit über die Hälfte der Bewerber haben diese Frage offen bzw. mit erstauntem Blick beantwortet, knapp 30 fragten vor der Antwort nach, was das Ganze solle, ein paar verweigerten die Antwort. In einem Fall begann der Bewerber zu hyperventilieren (ich habe ihn trotzdem eingestellt).
Ziel der beiden Fragen war für mich, herauszufinden, ob die Bewerber menschlich gut zu den Kollegen passen, was ich immer für einen extrem wichtigen Faktor erachtet habe. Diese (von mir stets nachgereichte)Erklärung war in der Regel akzeptabel für die Bewerber. Und von zwei Fällen abgesehen, habe ich es durch solche Fragen immer hinbekommen, das Team intakt zu halten.
Ich habe hier des öfteren die Bedenken vernommen, dass einen der Chef/Personalchef mit derartigen Fragen reinlegen will. Ich selbst habe wiederum zu Beginn eines jeden Bewerbungsgesprächs die Angst gehabt, vom Bewerber reingelegt zu werden.
Da die Anlernphase bei uns (und in vielen anderen Fällen)in der Regel länger als sechs Monate braucht, kann ich mich auch nicht auf die Probezeit verlassen. Wenn ich im Gespräch nicht dahinter komme, was der Betreffende für ein Typ ist, habe ich vielleicht verloren: Entweder hole ich mir ein faules Ei ins Nest, oder ich verliere vielleicht den Mann/die Frau, die meine Probleme wirklich gelöst hätte.
Jetzt muss ich allerdings selber wieder auf die Suche und werde nun bald das eine oder andere Gespräch von der anderen Seite des Schreibtischs führen müssen.
Allen, die suchen oder finden müssen, ein glückliches Händchen
@ Erwin Gabriel: Danke für die Ergänzungen – und alles Gute auf der anderen Seite des Tisches!
Eine hilfreiche Seite. Super!!
Ich bin auch der Meinung das hier keine Antworten auf die Fragen hingehören, aber es wäre schon hilfreich zu wissen was damit bezweckt wird. Zum Beispiel die Frage mit dem Tennisball. Da wäre ich nicht drauf gekommen. Also eine Erläuterung wäre schon klasse.
Beste Grüße
Wenn man sich auf eine Stelle im Vertrieb bewirbt, soll es ja regelmäßig während des Vorstellungsgesprächs zu “spontanen” Rollenspielen kommen. Frage 46 (Verkaufen Sie mir diesen Bleistift … ) zielt in diese Richtung.
Welches “korrekte” Verhalten wird in einer solchen Situation vom Bewerber erwartet?
Welche weiteren Frage-/Aufgabenstellungen in dieser Richtung sind ebenfalls geläufig?
Danke
Andi
@ Andi: Beim Verkaufen geht’s ja (auch) um das Abklären des Kundenbedürfnis und um den Kundennutzen. Wenn Sie darauf eingehen, machen Sie bestimmt Pluspunkte.
Hallo Marcel,
ich bin seit Jahren im Verkauf tätig und beherrsche sowohl Bedarfsanalys als auch Kundennutzenargumantation.
Trotzdem wüsste ich ad hoc nicht, wie ich jemandem einen Bleistift verkaufen soll. Mir fehlen da einfach zu viele Randbedingungen. In welcher Rolle befinde ich mich als Verkäufer? Wer ist der Käufer? Geht es um einen Großauftrag oder eben diesen einen Bleistift? Habe ich einen Termin beim Interessenten bekommen? Oder habe ich an der Haustür geklingelt?
Ich hoffe, es wird klar, worauf ich hinaus möchte. Mir fehlt da irgendwie der Praxisbezug!
Gruß
Andi
@ Andi: Die Fragen, die Sie im letzten Kommentar stellen, dürften auch diejenigen im Bewerbungsgespräch sein, die dem Gesprächspartner eine (erste) Idee geben, wie Sie an solche Problemstellungen herangehen.
Es geht bei solchen Fragen eben nicht um richtig oder falsch, sondern darum, herauszufinden, wie ein Bewerber “tickt” und dann beurteilen zu können, ob er – mit dieser Art zu “Ticken” – ins Unternehmen passt und eine Bereicherung für dieses sowie deren Mitarbeiter sein kann.
hallo jochen
es gibt ja schon unmengen von comments hier, ich hab nicht die zeit alle zu lesen.
Doch da du nun ja meine email hast, meine frage ist:
gibts auch 100 fragen welche ich dem potentiellen zukünftigen arbeitgeber stellen kann?
gruss.
@ pat: Jochen? Vielleicht Jochen Mai? Von der Karriere-Bibel? Das hier ist “mein Zuhause” – Jochen hat “ein anderes Zuhause” ;-)
Tolle Fragen! Antworten?
Das Wesentliche in einem Vorstellungsgespräch wird von den meisten Bewerbern vergessen. Nämlich: Authentizität
Standardisierte Fragen lassen, auch bei ein wenig Übung, nur Raum für standardisierte Antworten.
Kein (vernünftiger) Arbeitgeber braucht Ja- oder Neinsager. Vielmehr wird darauf geachtet ob der/die Bewerber(in) zur Unternehmensstruktur passt. Dazu zählt auch
die Sozialstruktur der Mitarbeiter. Und die läßt in vielen Unternehmen (es verbietet mir selbstredend über die Schweiz zu urteilen) in der BRD zu Wünschen übrig.
@ Rainer Wiesner: das ist in der Schweiz kaum anders. Leider!
Bald habe ich ein Vorstellungsgespräch und ich freue mich auch bereits darauf.
Jedoch wirke ich als Person manchmal unsicher resp. zurückhaltend, das haben mir Leute auch schon mitgeteilt. Ich bin eher zurückhaltend, jedoch nur, wenn für mich eine neue Situation ansteht. Ich finde jedoch nicht, dass ich kein Selbstbewusstsein habe, ich bin nur nicht der Typ, der gleich mit der “Tür ins Haus fällt” und halt eben etwas schütern. Dies wird auch noch durch mein etwas mädchenhaftes, etwas unschuldiges Aussehen unterstrichen. (Obwohl ich mich entsprechend angepasst anziehe). Bei einem Bewerbungsgespräch muss man allerdings selbstbewusst auftreten (in gut dosiertem Masse) und sich gut verkaufen können. Gibt es Tipps, damit man weniger unsicher auftritt? Gibt es Coachings dafür?
Es ist nicht so, dass ich nie eine Stelle finde, es wäre mir vielleicht eine Hilfe, auf diesem Gebiet bestimmter aufzutreten.
PS:
Ach ja, was ich noch zu den Fragen sagen wollte. Ich finde es manchmal etwas langweilig, dass die Personaler immer wieder die ähnlichen Fragen stellen in Bewerbungsgesprächen. Was ich toll finden würde, wäre, wenn viel mehr Firmen so genannte “Schnuppertage” einführen würden, da kann man sich nämlich nicht verstellen und man sieht, ob es beidseitig passt.
@Deborah: Dann wünsche ich Ihnen alles Gute im Vorstellungsgespräch (und hoffe, dass die Fragen von der anderen Tischseite nicht ganz sooo langweilig sind)!
Ist es ein schlechtes Zeichen wenn für die Vorstellungsgespräche nur 20 Minuten eingeplant waren? Bzw wenn es nur 20 Minuten gedauert hat?
LG
@Steffi: 20 Minuten sind doch sehr kurz, um eine Person einigermassen kennen lernen zu können und gleichzeitig Informationen über die Aufgabe, über das Unternehmen etc. geben zu können. Was haben Sie denn für Infos über das weitere Vorgehen bekommen?
Meine Frage hat sich eigentlich schon erledigt. Habe vor einer Stunde einen Anruf bekommen das ich genommen worden bin. :)
Aber trotzdem vielen Dank!
@Steffi: Dann gratuliere ich zur neuen Stelle und wünsche Ihnen viel Erfolg! :-)
Guten Tag Herr Widmer
Das ist ja ein höchst interessanter Blog, und ich habe gerade aktuell zu einem bevorstehenden Bewerbungsgespräch eine Frage. Bei der Terminvereinbarung teilte mir die Assistentin mit, dass ich für dieses Gespräch ca. 3 Stunden einberechnen soll. Nun habe ich mit Vorstellungsgesprächen nicht viel Erfahrung, denn ich bin von der Sorte, die die Stelle sehr selten wechselt (nun tu’ ich es aufgrund ernsthafter und an dieser Stelle leider unlösbarer Unterforderung). Ich habe noch nie so viel Zeit für ein Bewerbungsgespräch einberechnen müssen. Was um Himmels Willen haben die vor? Ist das heutzutage normal (ich meine es nicht ironisch)? Meine Erfahrung beruht sich auf höchstens einer Stunde. Deshalb beunruhigt mich das. Den Anforderungen kann ich gerecht werden, denn die Stelle betrifft ein Gebiet, auf dem ich sattelfest bin und mich auch gut verkaufen kann. Aber die Zeitmenge für das Gespräch macht mich fast fertig. Könnten Sie mir da eventuell helfen? Vielen Dank!
@Leandra
Drei Stunden? Für das erste Gespräch? Das ist in der Tat sehr (und ungewöhnlich) viel Zeit! Ich kann es mir nur so erklären, dass die schon gleich in der ersten Runde das ganze “Programm” absolvieren wollen: Personalverantwortliche(r), Vorgesetzte(r), Teammitglieder; allenfalls gleich noch etwas wie eine Persönlichkeitsanalyse oder so.
Der einzige Tipp, den ich Ihnen geben kann: ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit dem Rekrutierungsstil des Unternehmens zu tun hat und nicht mit Ihnen bzw. Ihrer Bewerbung; die werden alle Bewerber/innen für 3 Stunden einladen.
Lassen Sie sich also nicht nervöser machen als nötig. Viel Glück und Erfolg!
Vielen Dank Marcel! Ich habe nach solchen Persönlichkeitsanalysen gesucht und eine ganz gute online gefunden. Das ist ja nicht schlimm. Ich nehme nicht an, dass man die heutzutage noch in Papierform macht. Es geht mir jetzt viel besser. Ich lasse Sie nach dem Gespräch wissen, warum und ob überhaupt 3 Stunden nötig waren. Leandra
Hallo aus Österreich,
ich hoffe, dass ich noch rechtzeitig Antwort auf meine Fragen bekomme…
Ich bin trotz guter Ausbildung (FH Studium) und nach fast 6 Jahren in einem namhaften, internat. Konzern nun schon seit fast 2 Jahren zu Hause (kinderlose Frau, 34 Jahre…). Im Juli habe ich erfoglreich eine kosten- & zeitintensive Ausbildung abgeschlossen.
In letzter Zeit tut sich Einiges bei mir. Ich hatte unter anderem letzte Woche ein Bewerbungsgespräch. Zuvor habe ich mir als Auffrischung die 100 Fragen & diesen Webblog durchgelesen. Das Gespräch selber war eher unprofessionell, ein Angestellter hatte einen ausgedruckten Fragenkatalog vor sich liegen, den er Frage für Frage abarbeitete. Ich selber habe mich aber gut geschlagen und meine arbeitslose Zeit gut verkauft.
Das Unternehmen wollte sich binnen 14 Tagen melden. Gleich am nächsten Tag bekam ich einen Anruf, ich möge zu einem 2. Gespräch kommen. Dieses findet nun am kommenden Mittwoch statt.
Nun habe ich morgen (Dienstag) aber ein Gespräch in einem anderen Unternehmen. Dieser Job würde mir auf den ersten Blick viel mehr zusagen. Vom Aufgabengebiet, Unternehmen (Kosmetikkonzern), der geograph. Lage, Entwicklungsmöglichkeiten, usw. Allerdings gehe ich davon aus, dass dieses Unternehmen auch wieder 1 – 2 Wochen für eine Antwort brauchen wird. Die andere Firma braucht aber dringend einen neuen Mitarbeiter, der schon ab Anfang September eingeschult werden soll, da der Mitarbeiter, der die Stelle im Moment besetzt, mit Ende Sept. das Unternehmen verlässt.
Fakt ist, dass ich mir derzeit nicht erlauben kann, einen Job abzulehnen, wenn ich keinen anderen fix in der Tasche habe.
Wie verhalte ich mich nun morgen bei dem Gespräch um den Job, den ich sehr gerne haben würde? Erwähne ich, dass ich in einer anderen Firma in der engeren Auswahl stehe, diesen Job aber lieber ausüben würde? Erwähne ich die Dringlichkeit einer Antwort? Wie verhalte ich mich?
Und wie sieht das am Mittwoch aus? Sage ich, dass ich auch noch andere Angebote habe (habe ich im 1. Gespräch schon anklingen lassen). Im Grunde genommen muss ich ja in beiden Unternehmen sagen, dass ich genau den Job am Liebsten ausüben würde.
Weiß leider nicht genau, wich ich mich verhalten soll – und es ist so wichtig für mich, endlich wieder einen guten Job zu haben!!!
Vielen Dank im Voraus und LG aus Wien,
Tanja
Hallo Marcel! Kurz ein Feedback: Das 3-stündige Vorstellungsgespräch dauerte ca. 1 Stunde beim Personalchef und eine weitere Stunde beim Teamchef und seiner Stv. Die zogen das “good cop, bad cop”-Spiel ab. Ich habe mich aber sehr gut geschlagen, denn ich darf heute für ein zweites Gespräch kommen. Was mich aber sehr verunsichert ist folgendes: Am letzten Freitag haben sie dasselbe Stelleninserat wieder aufgeschaltet. Das war am Freitag Morgen früh im Netz. Im Laufe des Freitag Vormittags bekam ich aber einen Anruf, und man lud mich zum zweiten Gespräch auf heute ein. Gleichzeitig fragte mich der Personalchef, ob er die Referenzen, die ich angegeben habe, nun anfragen dürfe (was ich natürlich bejahte). Warum schalten die das Inserat noch einmal? Ich “gehe fast drauf”. Ich will ja nicht kritisieren, aber es verunsichert mich derart, dass ich nun Magenkrämpfe habe (:-)). Klingt lächerlich, ist aber so. Ist ein solches Vorgehen normal? Ich nehme an, dass ich nicht die einzige bin, die infrage kommt. Macht man das einfach so? Oder wollen sie prüfen, ob ich noch immer Stelleninserate lese und schliessen daraus, dass ich einfach mal so in der Gegend herumsuche nach Stellen?
@Tanja: Ich werde Ihnen auf die Schnelle keine Auskunft geben können, denn das geht in dieser Form bzw. auf schriftlichem Weg so gut wie gar nicht. Ein Rat aber kann ich Ihnen gerne geben (der in Ihrer Situation nicht ganz so einfach umzusetzen sein wird, aber trotzdem auf Dauer die beste Lösung ist: seien Sie im Gespräch zwar taktisch clever (wenn einer einen Fragebogen runterrattert, dann antworten Sie mit dem, was er hören will), aber immer offen und ehrlich (will heissen: ja, deklarieren Sie klar, dass Sie ein anderes Angebot offen haben, Ihnen aber dieser Job mehr zusagen würde – seien Sie aber auf die Frage “Warum?” gefasst). Viel Glück und Erfolg!
@Leandra: Gratuliere – gut gemacht! Und viel Erfolg im zweiten Gespräch. Und lassen Sie sich durch das erneute Aufschalten des Inserats nicht verunsichern. Das hat nur mit Professionalität der Personalabteilung zu tun: solange die Stelle nicht erfolgreich besetzt ist, ist es nur richtig, weitere Bewerbungen zu akzeptieren. Schliesslich könnte es sein, dass Sie zwar die Wahl des Unternehmens sind, Sie selbst aber Ihre Bewerbung zurückziehen. Dann sieht die Personalabteilung ziemlich “alt” aus. Also: hat nichts mit Ihnen selbst zu tun, sondern ist eine sinnvolle Vorsichtsmassnahme. Und noch was: dass Sie noch andere Angebote prüfen bzw. andere Bewerbungen am Laufen haben, ist genauso sinnvoll (und kein Negativpunkt)!
Lieber Marcel, Ich habe ein Final Update: Ich hab’s geschafft! Ich habe die Stelle bekommen! Heute habe ich den Vertrag unterschrieben! Ich möchte hier allen anderen Mut machen, denen es vielleicht nicht so gut geht wie mir. Ich komme auch nicht von der Universität sondern musste mich vom kaufmännischen mühsam hocharbeiten; ja, ich habe noch nicht einmal einen anerkannten kaufmännischen Abschluss. Mein Weg ging nie ohne Blessuren ab. Erst war ich nach der Handelsschule Bürohilfe, dann Sekretärin, dann Leiterin eines Schreibpools, danach Leiterin einer ganzen Kanzlei und hatte vier Mitarbeiter unter mir. Dann konnte ich in die Sachbearbeitung wechseln, ohne was davon zu verstehen. Ich schlief halt über den Büchern ein und lernte und lernte und lernte. Ich holte während Jahren nebenberuflich unter grossen Entbehrungen vieles nach, aber nie das Abitur. Ich bildete mich spezifisch im Recht weiter und baute für eine Anwaltskanzlei eine ganze Abteilung auf und dazu auch noch ein Computerprogramm für diese spezielle Arbeit zu entwickeln. Während ich eigentlich sehr unsicher war, merkte mir das offenbar niemand an. Es brauchte enorm Mut, mich für was zu verkaufen, von dem ich oft nur eine Lektion voraus war. Aber ich habe immer an mich geglaubt – und jetzt habe ich es geschafft: Ich habe über 30 Konkurrenten für diese Stelle aus dem Feld geschlagen. Ich werde ein eigenes Projekt leiten, weltweit Programme implementieren und, wenn das getan ist, für die Funktionalität des ganzen verantwortlich sein. Ich habe Juristen und Ökonomen überholt, die diese Stelle auch wollten. Ich habe Angst gehabt und gelitten, konnte nicht schlafen. Ich habe es mit Hilfe dieses Blogs geschafft, und mit Hilfe des Buches “Vorstellungsgespräch” von Püttjer & Schnierda. Natürlich war Fachwissen unumgänglich, aber trotzdem bekam ich hier viel Wertvolles mit, das mir geholfen hat. Und ich war sehr ehrlich. Ich habe auch vom angespannten Verhältnis zu meinem früheren Chef erzählt, aber ich war immer sachlich und objektiv und habe auch gesagt, dass mir diese Stelle sehr am Herzen liege. Ich war einfach absolut ehrlich, und zwar durch’s Band durch. Ich liess nichts aus, und ich fabrizierte mir auch keinen Heiligenschein. Ich habe auch von Unstimmigkeiten im früheren Team erzählt, und ich habe mich nicht so dargestellt, als könne ich mit jeder unangehnen Situation gut umgehen. Ich habe dann gesagt, dass mich dies oder das natürlich nicht kalt lasse, aber es auch darauf ankomme, wie man damit umgeht. Ich habe zum Glück genau die richtige Portion “Fehler” erwischt, die man toleriert und habe auch die Frage in die Runde geworfen, wer denn ohne Fehler sei? Was auch gut angekommen ist war meine Aussage, dass ich nicht mit allem einverstanden sein muss, das die Firma tut, man aber trotzdem loyal sein soll, sofern es ethisch vertretbar ist. Man kann sich im Team uneinig sein, aber nach aussen hat das keinen Platz. Kurz: ich habe die Leute mit meiner entwaffnenden Ehrlichkeit beeindruckt, lässt man das Fachwissen mal aus. Ich habe ihnen immer in die Augen geschaut und auch gesagt, dass ein Vorstellungsgespräch eine besondere Situation sei – auch für sie. Ich habe ihnen direkt gesagt, dass schliesslich auch sie die richtige Person einstellen wollen und bestimmt genau so angespannt seien wie ich. Das sass und hat beindruckt. Aber bei sowas sollte man dann schon den richtigen Ton treffen, sonst kann’s nach hinten losgehen. — Und was mich dann sprachlos machte war ihr Satz am Schluss: Wenn Sie sich vorstellen könnten, mit uns Holzköpfen zusammen zu arbeiten, dann sind Sie unsere neue Frau. Dabei lachten sie mich an – es war einfach zu schön um wahr zu sein. Gefallen hat ihnen auch das: Sie fragten mich nicht über meine Kenntnisse über ihre Firma; das erzählten SIE MIR. Aber sie wollten wissen, was mir denn jetzt so an ihnen gefalle. Daraufhin anwortete ich: als ich zur Eingangstür hereinkam, war am Empfang eine sehr nette Dame. Die versuchte verzweifelt, einen Beamter zum Funktionieren zu bringen. Ich ging zu ihr hin und half ihr. Dann kam ihr Kollege dazu, und wir redeten einige Worte miteinander. Dies liess mich die ganze Angst vergessen. Ich fühlte mich wohl, und die beiden waren sehr locker und herzlich. Das sagte ich ihnen, und das gefiel ihnen ausnehmend gut. Solche Details sammelte ich zu Hauf und gab sie ihnen weiter. Ja – und da war ich ihre Frau. Also bitte: glaubt an Euch, auch wenn Ihr zum fünfhundertsten Mal eine Bewerbung schreibt. Ich hatte vor 25 Jahren sehr schlechte Karten, und nun bin ich am Ziel! Vielen Dank fürs Anhören und alles alles Gute!
@Leandra: Gratuliere ganz herzlich, Leandra! Und danke für die umfangreiche Schilderung.
@alle: Ich schliesse mich Leandras Aufruf an – glauben Sie an sich, das ist entscheind!!!
Hey ich bin eine Bewerberin und will wissen, wie man ganz schnell adressen bekommt
@ Susanne Heinen: Wie meinen Sie das? Was für Adressen suchen Sie? Hmmm …
Hallo Herr Widmer,
in meinem Lebenslauf gibt es ein nach dem 7. Semester abgebrochenes Studium. Der Grund war, dass ich während des Studiums jemanden kennenlernte und gemeinsam mit ihm eine selbständige Tätigkeit aufbaute. Da diese sehr erfolgreich verlief, hatte ich das Studium schleifen lassen und dann irgendwann ganz aufgegeben. Nach der ersten Selbständigkeit folgte eine weitere in einer gänzlich anderen Branche. Nach nunmehr fünfzehn Jahren möchte ich aber ins Angestelltenverhältnis wechseln und hatte bereits ein Vorstellungsgespräch.
Der Vertriebsleiter fragte mich – recht unvermittelt – ob ich es jemals bereut hätte, mein Studium abgebrochen zu haben. Ich verneinte dies wahrheitsgemäß, was ihm aber (so mein Eindruck) nicht so gut gefiel. Letztlich bekam ich eine Absage.
Deshalb meine Frage: Wäre es besser gewesen, das abgebrochene Studium zu bereuen? Zeugt dies von anderen – besseren – Charaktereigenschaften für einen Vertriebsmenschen?
Andi
@ Andi: eine an und für sich einfache Frage, aber unmöglich darauf “richtig” zu antworten. Ich stelle Ihnen einfach eine (rhetorische) Gegenfrage: Wäre es Ihnen (auch langfristig) wohl, wenn Sie Ihre neue Karriere auf “So tun als ob” aufbauen würden? (Und damit dürfte sich Ihre Frage “von selbst” beantwortet haben.)
Hallo Herr Widmer,
ich habe aufmerksam alle Fragen und Kommentare gelesen.
Ich finde die Seite wirklich super.
Ich selbst habe noch keine Erfahrungen mit Bewerbungsgesprächen gemacht, sitze aber zur Zeit an Bewerbungen.
Ich mache mir natürlich auch jetzt schon einen Kopf darüber, was für Fragen mich erwarten könnten. Bin schon nervös, wenn ich nur darüber nachdenke, ein Bewerbungsgespräch zu haben.
Die Frage mit dem Tennisball finde ich besonders interessant.
Auf so eine Idee wäre ich gar nicht gekommen. Jetzt weiß ich, falls es bei mir mal zu solch einer frage kommen sollte, dass es nicht ums Wissen geht, sondern darum, wie ich ticke.
Können Sie mir vielleicht einen Tipp geben, wie ich an Adressen komme, an denen ich mich bewerben kann?
Carina
@Carina: Haben Sie schon auf Stellenplattformen wie jobscout24.de, jobs.de, monster.de nach passenden Stellenangeboten geschaut? Viel Erfolg!
Lieber Marcel, ich habe ja einen super Job an Land gezogen (u.a. Dank Jobblog – habe das gehorsamst gemeldet). :-)) Nun habe ich aber noch eine Frage, die nicht die Bewerbung sondern das Zeugnis betrifft. Darf ich Sie das hier im Blog fragen? Meinen jetzigen Job verlasse ich aufgrund der Diskrepanz zwischen dem Stelleninserat, den Vorstellungsgesprächen und meiner effektiven Tätigkeit, die in keiner Weise mit dem Vereinbarten übereinstimmen. Klartext: die hatten mir das Blaue von Himmel heruntergeholt und nachher Luzifers Wohnung geboten. Ich verlasse diese Stelle nun bereits nach 6 Monaten, wobei für mich DIE bereits zu lange in diesem Job sind. Meine Frage nun: Wie sehen Sie das: Ich möchte eigentlich kein Zeugnis sondern nur eine Arbeitsbestätigung. Der Grund dafür ist, dass ich vorher hochqualifizierte juristische Sachbearbeitung machte und jetzt, in diesem Job hier, nur Akten kopiere und die Ablage betreue (!!!). Mein nächster Job ab November ist wieder ein hochqualifizierter, interessanter Job. Ich finde, wie sieht denn das in meiner Vitae aus, ein halbes Jahr lang Gango Bringo zu sein. Die können mir nicht einmal ein Zeugnis für meine Arbeit ausstellen, denn das was im Vertrag steht, konnte ich gar nie ausüben. Sie könnten schreiben: “Sie kopierte die Akten zu unserer Zufriedenheit und spiesste den Mozzarella akurat auf die Cherrytomaten beim Vorbereiten des jährlichen Apéros.” :-)) Sowas will ich doch nicht in meiner Vitae. Was meinen Sie? Wäre es nicht besser, einfach nur eine Arbeitsbestätigung zu verlangen? Ich persönlich glaube, dass man heutzutage ein “Loch” von 6 Monaten gar nicht mehr gross erklären muss. Oder ich bewahre das damalige Stelleninserat mit dem Vertrag und der Korrespondenz um die Kündigung auf, damit man sieht, dass da wirklich eine riesige Diskrepanz bestand. Aber auch das finde ich nicht so gut, denn ich will ja niemanden denunzieren (obschon sie mir das Leben nun wirklich sehr schwer machen). Ich möchte einfach gehen, mir aber wegen sowas auch keinen Fleck in meine Vitae machen. Wie sehen Sie das? Entweder ein falsches Zeugnis (weil ich meine Aufgabe laut Vertrag gar nie wahrnehmen konnte), oder ein wahrheitsgetreues Zeugnis (Kopieren und Ablage – echt super…), oder nur eine neutrale Arbeitsbestätigung? Vielen Dank nochmals für alles; für die grosse Hilfe während meiner Krisenzeit in der Vorstellungsphase, und auch nun hierfür. Leandra
Ich würde beides verlangen: ein Zeugnis und eine Arbeitsbestätigung (beides steht einem – zumindest nach Schweizer Arbeitsrecht – zu); sicher ist sicher. Und dann später entscheiden, welches ich bei einer nächsten Bewerbung beilegen würde. Alles Gute im neun Job!
Muss es jetzt ganz einfach nochmal der richtigkeit halber schreiben ^^
Der Tennisball hat einen Filzmantel, weil dieser den Luftwiderstand erhöht und der Ball somit nicht zu schnell wird.
Ein Ball mit Filzmantel wird bis zu ca 100 km/h schnell, einer ohne viel schneller ^^
So jetzt ist mein gewissen beruhigt.
Aber hat jemand eine Antwort auf die Frage: Wie messen sie ein Flugzeug – ohne maßstab???
Ich habe heute ein Vorstellungsgespräch ich bin sehr nervös,
und weiss nicht was ich meinen Chef für Fragen stellen soll..
Ich weiss allgemein nicht wie ich mich verhalten soll, es ist mein erstes Vorstellungsgespräch ich hoffe es läuft gut und ich bekomme den Job!
@AnonymBasel: Ihre Anfrage kommt etwas spät. Ich hoffe aber, dass das Gespräch positiv verlaufen ist und wünsche Ihnen viel Erfolg!
Frage 87. und alle weiteren unfairen, unerlaubten Fragen:
Natürlich dürfen Fragen dieser Art nicht gestellt werden! Aber soll man seinen zukünftigen AG jetzt anzeigen oder versuchen eine kluge Antwort zu geben? Er weiß es und er will nur provozieren, bzw. herausfinden, wie der Bewerber sich verhält. Um diese Fragen beantworten zu können, ist man entweder gerissen und clever oder gut vorbereitet. Und dazu muß man erlaubte und unerlaubte Fragen filtern und verarbeiten (also in irgend einer Weise beantworten).
Tip: Bei unerlaubten Fragen ist Lügen natürlich erlaubt!
Ich find dein Fragenkatalog prima und bin dir sehr dankbar dafür. Jetzt fehlt nur noch ein Mögliche Antworten Katalog und dann gehts rund…Danke Jochen MAi
@Annett: Ob erlaubt oder nicht, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, wie Sie mit der Frage umgehen. Und da können Sie mit einem freundlichen und bestimmten “Auf diese Frage werde ich Ihnen nicht antworten.” durchaus punkten!
Lieber Marcel
Ich bereite mich gerade auf die ersten Vorstellungsgespräche vor, welche ich “von der anderen Seite her” bestreiten darf und bin im wahrsten Sinn des Wortes über diesen äusserst gelungenen Blogg gestolpert. (Meine heutige Arbeitszeit verlängert sich nun um mindestens eine Stunde…)
Ich habe hier viele gute Inputs erhalten, viele gute Reaktionen gelesen, leider auch ein paar weniger hochstehende, diese wurden aber mit bravour abgehandelt, und fühle mich nun bestens gewappnet, mich mit den potenziellen Kandidaten bekannt zu machen.
Herzlichen Dank und:
Ich werde den Blog weiter verfolgen!
Lieber Martin
Herzlichen Dank für das Kompliment, über das ich mich sehr gefreut habe! Ich wünsche Dir ein erfolgreiches Bewerberinterview und den Mut, auch “auf den Bauch zu hören” (das fällt gerade uns Männern nicht immer ganz einfach).
Lieber Marcel
Die beiden Gespräche sind wunderbar gelaufen. Ich habe zwar weder nach dem Tennisball gefragt noch mir einen Kugelschreiber verkaufen lassen aber dank dem Hinweis auf solche Fragen sehr auf den Unterton meiner Gesprächspartner bei den Gesprächen geachtet. Da die fachliche Qualifikation ausser Frage stand kam es mir ja vor allem auf die menschlischen Aspekte an. Jedenfalls habe ich in drei Monaten einen neuen Mitarbeiter (freu) und bin dann gespannt ob mein Bauchgefühl richtig war (ich denke schon, denn auf meinen Bauch kann ich mich eigentlich recht gut verlassen, ausser wenn ich beim letzten Griff in den Kühlschrank vergessen habe auf das Ablaufdatum zu schauen…).
Für mich ein ganz wichtiger Tipp für alle, egal auf welcher Seite des Tisches ihr sitzt: Bleibt so entspannt und natürlich (und ehrlich) wie Möglich! Es bringt niemandem erwas, wenn ihr dem Gegenüber etwas vorzugaukeln versucht was ihr dann nicht seid. Euer Gegenüber bemerkt es garantiert (wenn vielleicht auch nur unterbewusst)!
@Martin Um es etwas modern zu formulieren: “Authentizität is king!” :-) (Und das gilt für die Personen auf beiden Seiten des Tisches!)
Hi Marcel,
ich finde den Blog super.
Gerade kurz nach meiner Ausbildung, habe ich mich oft gefragt, wie denn wohl die richtige Antwort auf diese oder jene Frage sei und wenn man vorher nicht einmal die Fragen kennt, dann macht einen diese Situation völlig nervös.
Dabei ist es wie mit der Frau und der Spinne – beide haben gleichermaßen “Angst” voreinander und wenn beide doch zusammen auskommen wollen, müssen sie sich eben miteinander vertraut machen.
Es ist halt ein Vorstellungs- oder eher ein KENNENLERN-Gespräch und für meinen Gemütszustand macht es mittlerweile keinen Unterschied mehr (auch dank dieses Blogs), ob mich jemand sachlich fragt: “Was werden Sie in den ersten 30 Tagen dieses Jobs unternehmen?” oder “Wie lange würde es dauern, bis Sie bei uns einen signifikanten Beitrag leisten?”. Ich werde so galant wie möglich darauf antworten.
Wenn jemand allerdings nur solch provokante Fragen stellt, werde ich erforschen, warum eine andere Art der Kommunikation nicht möglich ist und ggf. als Konsequenz, den angebotenen Job nicht annehmen. Viel häufiger musste ich aber feststellen, dass die Unternehmensvertreter / Interviewer in keiner Weise vorbereitet waren und wenn die nicht wissen, wen sie wollen, kann ich nicht wissen, ob ich zu Ihnen passe.
Liebe Grüße aus Hamburg
Danke für die Blumen, Tine, und weiterhin alles Gute :-)
Hi Marcel,
auch vielen Dank für dieses hilfsreiche Blog.
Ich hätte eine Frage bzgl. des Verlassens einer Arbeit aus ethischen Gründen. Ich habe früher an eine Universität gearbeitet.
Alles lief gut bis meine Chefin praktisch durchdrehte. In einem Jahr haben mehr als die Hälfte der Mitarbeiter gekündigt.
Ich war an der Reihe als sie mir einen ziemlich guten Vertrag anbot, im Gegenzug sollte ich jedoch ihr absolute Loyalität schwören, was im klaren Text bedeutet, meinen Bereichsleiter mitzumobben.
Ich hab gekündigt bzw. mein Vertrag auslaufen lassen (was auch in meinem Zeugnis steht).
Jetzt bewerbe ich mich an eine andere Universität für eine ähnliche Stelle. Wenn sie mich fragen, wieso ich nicht bei meiner alten Stellen geblieben bin, soll ich ehrlich antworten?
Vielen Dank in Voraus
@Sophia: kürzer geht als Antwort gar nicht: Ja! (Lügen wäre wohl keine Alternative.)
Vielen Dank! Ich würde mich auch besser fühlen, bei der Wahrheit zu bleiben :-)
Noch eine Anmerkung zur Tennisballfrage:
Auch wenn mehrfach betont wurde, dass die Antworten auf die Frage Hinweise auf die ‘Funktionsweise’ der Bewerber geben könne, ist sie wohl eher der Langeweile geschuldet, die Personalmenschen erleben, wenn sie zu viele Interviews führen?!
Wenn das nicht so ist freue ich mich über eine Quelle, die darüber aufklärt, welche Antworten mit welchen Herangehensweisen an Probleme aus der Arbeitswelt korrelieren. Dann hätte ich an dieser Stelle etwas gelernt.
Als diagnostische Hilfe bei der Personalauswahl ist sie jedenfalls ungeeignet, wenn sie dem Interviewer ledigliche ein ‘Gespür’ vermittelt. Für seriöse Auswahlentscheidungen dürfen die Kriterien deutlich härter sein.
@ Jarno
Genau das Selbe habe ich vor ein paar Wochen auch noch gedacht.
ABER:
Ich war auf der Suche nach IT-Fachkräften welche im Bereich von Zukunftstechnologien tätig werden sollten. Nebst der fachlichen Prüfung war es uns aber auch wichtig ein gewisses Mass an Kreativität bei den Kandidaten zu haben. Also stellte ich zum Abschluss noch die “gemeine Tennisball-Frage”. Resultat: Als der Filz des Tennisballs dazu da war, dass der Ball im Winter nicht kalt hat wusste ich, dass wir die/den richtigen Kandidatin/en gefunden hatten…
Hierbei geht es also nicht um Seriosität und Diagnostik, sondern darum, die Menschen beim Denken zu erleben.
Alternativ-Frage: Wie nennt man das Teil, welches man bei der Kasse im Supermarkt aufs Band legt, nachdem man alle waren aufs Band gelegt hat?
In diesem Sinne: Frohes Denken!
@Jarno: Ihre Anmerkung ist korrekt – danke dafür.
Sie haben Recht: die Antwort auf die “Tennisballfrage” lässt für sich allein natürlich keinen Schluss zu und ist (ebenfalls für sich allein) auch nicht geeignet, ein Gespür zu vermitteln. Aber in der Kombination mit Antworten auf andere Fragen (“Wieso haben Sie sich entschieden, Betriebsökonomie zu studieren?”, “Was reizt Sie besonders an der Aufgabe als Juniorentrainer im Fussballclub?” …) ergibt sich im Laufe des Gesprächs ein (beinahe) vollständiges Bild – Stichwort: Mosaik.
Ich muss es Ihnen überlassen, ob Sie mich als “Quelle” akzeptieren. Mit über 10 Jahren Führungserfahrung und seit bald 11 Jahren in der Beratung (mit gut 1500 Interviews auf dem Buckel) dürfen Sie davon ausgehen, dass ich solche Themen (wie den ganzen Blog hier) nicht nur aus dem Hören-Sagen kenne. Das hätten Sie und andere schon längst gemerkt!
P.S. Zu Ihrer Langeweile-Theorie: Ich kann Ihnen versichern, dass ich in einem Interview nie Langeweile habe, weil ich hochkonzentriert zuhöre und nachfrage. Wenn es langweilig ist, ist das das Zeichen, dass das Mosaik “Das ist der Kandidat” komplett ist und wir zum anderen Thema “Das ist die Firma” übergehen können.
@Martin: Ihre Kommentar habe ich erst gesehen, als ich meinen geschrieben und abgeschickt hatte. “Die Menschen beim Denken erleben” – wow, diese Formulierung passt 100%. Vielen Dank dafür!
Ich habe in einer Woche ein Vorstellungsgespräch bei einer Bank und bin jetzt schon nervös.
Da ich noch Oberstufenschüler bin habe ich noch keine Kentnisse mit Vorstellungsgesprächen.
Nun, möchte ich Sie fragen was die typischsten Vorstellungsgesprächsfragen sind?
Wie verhält man sich am besten wenn eine solche Frage wie 15,37 oder 62 gefragt wird??
Lg F.I :-)
Hallo F.I
(Oberstufe, dann darf ich bestimmt noch “Du” sagen …)
Ich verstehe Deine Nervosität mit Blick auf das erste Vorstellungsgespräch. Nur muss ich Dich um Verständnis bitten, dass ich Deine Frage bzw. “beste Antworten” auf die von Dir genannten Fragen hier unmöglich beantworten kann – es gäbe soviele Möglichkeiten, die kann man nicht schriftlich festhalten.
Vielleicht hilft Dir das: spiel die Fragen mit einer Freundin einmal durch (Rollsenspiel, kennst Du bestimmt aus der Schule). Sie stellt Dir dir Frage (z.B. “Wer hat Sie in Ihrem Leben entscheidend geprägt?”) und Du antwortest (z.B: “Mein Vater”). Danach stellt sie Dir als zweites die Frage “Warum?”. Und jetzt überlegst Du Dir das “Warum”. Diese Antworten werden Dir im Vorstellungsgespräch helfen, solche Dinge zu erklären. Und damit hat Dein(e) Gesprächspartner(in) die Möglichkeit, besser kennen zu lernen; zu erahnen, wie Du “tickst”.
Ich hoffe, ich habe Dir ein bisschen helfen und ein Stück weit die Nervosität nehmen können. Ich drücke Dir auf jeden Fall beide Daumen, wünsche Dir Glück und Erfolg und einen gelungen Einstieg in Dein Berufsleben!
(Vielleicht berichtest Du hier, wie es Dir ergangen ist? Es würde mich freuen!)
Ich habe auf die Frage ” Planen sie noch Kinder” von der Bewerberin sofort die Antwort ” Wenn das für die Arbeitsstelle wichtig ist, fange ich umgehend mit der Planung an” bekommen.
Die Antwort sagte mir, dass die Frau genau ins Unternehmen passt.
( selbstbewußt, spontan, kommunikativ)
Übrigens ist das Schlimmste, was in einem Vorstellungsgespräch passieren kann, wenn der Firmenvertreter verschiedenen Aussagen auf dieselbe Frage erhält.
Bsp. Im Lebenslauf steht : Ich war monatlich für die Schulung von 200 Mitarbeitern verantwortlich.
Im Verlauf des Vorstellungsgespräches wird immer wieder eine Frage zu dieser Aussage gestellt.
- Sie waren für Schulungen verantwortlich? In welchem Rahmen, für wieviel Mitarbeiter?
- Für wieviel Mitarbeiterschulungen waren sie nochmal verantwortlich?
- Wieviel der von ihnen geschulten Mitarbeitern…es waren wieviel?…konnten die Schulungsinhalte komplett umsetzen?
usw.
Wenn der Personalchef bei jeder Antwort eine andere Zahl erhält vermutet er Unehrlichkeit und wird den Bewerber mit Sicherheit nicht einstellen.
Es ist deshalb immer wichtig genau zu wissen, was man in der Lebenslauf geschrieben hat. Hat man sich in ein besseres Licht gesetzt Bsp.o. es waren 150 Mitarbeiterschulungen statt 200, sollte man diesen Spielraum auch in den Lebenslauf schreiben. “Ich war für die monatliche Schulung von 150 bis 200 Mitarbeitern verantwortlich.” Wenn jetzt Fragen gestellt werden kann man diese Schwankungen der Mitarbeiterzahlen z.B. mit Krankheit oder mit natürlicher Fluktuation im Unternehmen erklären.
lg
Eine immer wieder gern gestellte Frage ist: Warum bewerben Sie sich gerade bei uns. Nachvollziehbar, wenn sich jemand aus einem bestehenden Beschäftigungsverhältnis heraus bewirbt, aber nicht nachvollziehbar, wenn es sich beim Bewerber um einen (schon verzweifelten) Arbeitslosen handelt.
Ein Bekannter hat mal aus Trotz wahrheitsgemäß geantwortet: “Weil Sie ein Stellengesuch geschaltet haben”. Er hat den Job nicht bekommen.
Ich meinte natürlich: “Weil Sie ein Stellenangebot geschaltet haben”.
@Mari: Das stimmt so nicht. Die Antwort auf die Frage “Wieso gerade bei uns?” ist auch dann interessant, wenn jemand im Moment keinen Job hat. Nicht aus Sicht des Bewerbers (er will arbeiten und braucht Geld), aber für das Unternehmen: die nehmen natürlich lieber jene Bewerberin, die sich z.B. für ihre Produkte interessiert, weil …, als den Bewerber, der nicht mal weiss, was das Unternehmen macht. Zusammengefasst: die Motivation, die jemand hat, ist (auch) entscheidend.
Der Blog ist wirklich sehr interessant und es macht Spass die Kommentare durchzulesen. Meine bisherigen Vorstellungsgespräche sind praktisch alle gut gelaufen. Gegen die Angst habe ich am Vortrag immer probiert mich auf das Gespräch zu freuen, im Sinne von “morgen kann ich eine neue Person kennen lernen und erzählen wie gut ich bin.” Das hat immer recht gut geklappt.
Und zur Gehaltsfrage: Als mir diese Frage zum ersten Mal (Nebenjob) unvorbereitet gestellt wurde antwortete ich “keine Ahnung. Einfach mehr als an der Kasse in der Migros.” Da haben sich die drei Interviewer mal überlegt und diskutiert, was eine Kassiererin eigentlich verdient. In der Zwischenzeit konnte ich mir eine gute Antwort überlegen…und habe dann den Job und das Geld bekommen. Spontan, ehrlich und lustig:)
Hallo Marcel
Ich bin aufgrund einer Fusion (schon wieder) auf Stellensuche und werde sehr oft zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Doch bis jetzt hat’s noch nicht geklappt. Entweder war ich nicht überzeugt vom Job und habe von mir aus abgesagt (zum Teil aber auch die Unternehmen weil sie meine fehlende Überzeugung gespürt haben). Und bei den Jobs die ich unbedingt haben wollte und das auch am Vorstellungsgespräch entsprechend vermittelt habe, hat’s nicht gereicht.
Ich bereite mich immer sehr gut auf das Vorstellungsgespräch vor. Ich informiere mich im Detail über die Firma, überlege mir Antworten zu häuftig gestellten Fragen (deine 100 habe ich allerdings erst heute gefunden). Konkret habe ich folgendes Problem:
Ich bin auch der Meinung, dass Authentizität und Ehrlichkeit besser ankommt. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass meine Ehrlichkeit kontraproduktiv ist; z.B. wenn ich die Frage zu den Schwächen mit “ich könnte ein bisschen mehr Gelassenheit vertragen / ich setze mich manchmal selber unter Druck” beanworte oder der Grund, wieso ich meine Versicherungskarriere an den Nagel gehängt habe in etwa beantworte mit: “Ich war immer im Spannungsfeld zwischen verschiedenen Parteien und das hat nicht unbedingt meinem Charakter bzw. meinem Harmoniebedürfnis entsprochen”. Ungeduld möchte ich auch nicht unbedingt erwähnen, weil dies recht plump daherkommt und weil jeder das Gleiche sagt. Ich weiss aber nicht, was ich sonst sagen könnte, das stimmt und das nicht gegen mich verwendet wird…
Dann wüsste ich auch nicht wie ich auf die Frage “Was war die schwerste Zeit in Ihrem Leben? Wie sind Sie damit umgegangen?” antworten sollte. Die Wahrheit ist, dass ich seit Jahren chronisch schmerzkrank bin, mittelerweile jedoch gelernt habe damit umzugehen, durchzuhalten und mein Leben in die richtige Bahn zu lenken. Durch diese Krankheit habe ich sehr viel über mich, die Menschen und die Gesellschaft gelernt. Ich denke, dass dies auch beruflich von Vorteil sein kann. Es ist meinem Gefühl nach jedoch sehr riskant, die Krankheit überhaupt zu erwähnten da ich denke, dass kein Arbeitgeber das Risiko eingehen möchte, eine Person anzustellen, die vielleicht nach kurzer Zeit krankgeschrieben wird oder weil er vermutet, die Arbeitsleistung leide darunter… aber diese Krankheit hat nich nun mal geprägt wie Nichts anderes in meinem Leben…
Weil ich unbewusst fürchte, mit etwas zu ehrlich zu sein, was dann gegen mich spricht, wirke ich vielleicht auch während dem ganzen Gespräch unnatürlich…
Was dankst du darüber?
Danke im Voraus.
Melanie
@Melanie
Dass Du Authentizität und Ehrlichkeit als hohen Wert lebst, finde ich persönlich richtig – anders geht’s (zumindest längerfristig) sowieso nicht. In der Konsequenz bedeutet das natürlich nicht, dass das alle genauso so sehen und genauso gut damit umgehen können. Bezogen auf die Bewerbung bedetuet das: wenn die Verantwortlichen bei einer Firma das anders sehen bzw. das nicht schätzen, dann ist’s grundsätzlich gut, dass es nicht zu einem Arbeitsvertrag kommt – es passen dann schlicht und einfach zwei Seiten nicht zusammen.
Natürlich gibt es hier noch viele, unterschiedliche Themen, die hier Einfluss haben. Ich hoffe aber auf Dein Verständnis: Zum einen kann eine Antwort hier im JobBlog nicht ausreichen. Zum anderen sind die Bearbeitung solcher Fragestellungen auch Bestandteil meines Beratungsangebots (mit dem ich vor allem meine Familie ernäheren muss und will).
Hallo
Ich bin mehr durch Zufall auf den Blog gestossen und habe eine ähnliche Frage wie weiter oben mit Ausstellung einer Arbeitsbestätigung.
Im Sommer bin ich sehr euphorisch zu einer neuen Stelle gewechselt. Nach 3 Monaten habe ich die Reissleine gezogen, da ursprüngliche Stellenbeschreibung und Zusagen aus dem Vorstellungsgespräch nicht eingehalten wurden. Konsequenz für mich war meine Kündigung zum Ende der Probezeit.
Leider habe ich mit dem alten Arbeitgeber nach wie vor Probleme was die Ausstellung meiner Arbeitsbestätigung angeht. Mir liegt mittlerweile eine Arbeitsbestätigung vor, die aber was die Aufgabenbeschreibung und Tätigkeitsgebiet angeht, schlicht ein Witz ist.
Ich habe 3 Fragen, die ich bisher online in der Form noch nicht klären konnte, vielleicht finde ich hier Hilfestellung.
- mir ist klar, dass eine reine Arbeitsbestätigung nur wenig Inhalt bietet, nur klaffen zwischen interner Stellenbeschreibung und Formulierung in der Arbeitsbestätigung Welten, wo könnte ich entsprechende Muster von Bestägungen finden, online ist so gut wie nichts zu finden
- gehört in eine Arbeitsbestätigung kein Schlusssatz in der Form rein… Kündigung durch xyz auf Ende der Probezeit, wir wünschen im für den weiteren Weg alles Gute… oder ist diese Formulierung bereits nicht mehr Bestandteil einer reinen Bestätigung
- ich habe bei der alten Firma ein Team aus 10 Personen geführt, in der Bestätigung fehlt diese Angabe komplett, berechtigt?
Vielen Dank für eine Hilfestellung
FB
@ Felix “Bänker”
Basierend auf OR Art. 330 soll sich eine Arbeitsbestätigung auf Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses beschränken. Hinweise auf den Grund der Auflösung sind wegzulassen. Von dem her ist die Arbeitsbestätigung ohne Funktionsbeschreibung (und ohne Erwähnung der Führungsspanne) korrekt.
Ich würde Ihnen empfehlen, auf die Arbeitsbestätigung nicht noch mehr Energie zu ver(sch)wenden. Anstelle dessen würde ich mir überlegen, wieso diese Diskepranz zwischen vorgesehener und tatsächlicher Aufgabe gekommen ist und welchen Anteil Sie selbst daran gehabt haben könnten. Für mich (als Interviewer) ist dieser “Fehlgriff” bei der letzten Stelle an sich nicht wichtig; mich interessiert aber umso mehr, was sie daraus gelernt und mitgenommen haben – so lernte ich Sie noch besser kennen.
Vielen lieben Dank für das schnelle Feedback.
Sicherlich ist es richtig, nicht noch mehr unnötige Energie auf eine Bestätigung zu verschwenden, das Kapitel sollte schnellstens abgeschlossen und der Blick nach vorne gerichtet werden. Interessant finde ich an dieser Stelle die Sichtweise eines Interviewers zum Fehlgriff und dem Umgang damit.
Problematisch sehe ich allerdings den Punkt, das momentan mein alter Arbeitgeber ‘netterweise’ Tätigkeitsgebiete in die Bestätigung mit aufgenommen hat, diese Bereiche decken sich nicht mit der ausgeübten Funktion. Vereinfacht wurden Sachbearbeiter- anstelle Teamleiteraufgaben dargestellt. Hier dränge ich auf eine Korrektur, damit zumindest richtige Angaben enthalten sind.
Das ist richtig: bitten Sie den Arbeitgeber, OR-konform Dauer (“vom x. Xxx bis Y. Yyy”) Art (“als Teamleiter XY”) in der Arbeitsbestätigung zu erwähnen. Vielleicht ist der Widerstand geringer, wenn Sie die veranwortliche Person in der Personalabteilung bitten?
Hallo Herr Widmer
n0chmals danke für das neue Feedback.
Genau hier dürfte das Problem liegen, die Firma hat nur rund 50 Mitarbeiter und HR Angelegenheiten werden von einem Geschäftsleitungsmitglied in Eigenregie quasi ‘nebenher’ gemacht worden.
Momentan tendiere ich zu einem netten und höflichen Schreiben mit der Bitte um Korrektur der aufgeführten Aufgabengebiete, wenn diese schon enthalten sind, was ich grundsätzlich begrüsse, auch wenn es keine OR Pflichtbestandteile sind. Sollte es hier zu Problemen kommen kann ich in einem nächsten Schritt immer noch auf Korrektur in Form von kompletter Streichung drängen.
Hallo, ich hab in nächster Zeit ein paar Bewerbungsgespräche und möchte mich natürlich so gut wie möglich vorbereiten. So, jetz stocke ich aber bereits bei der ersten Frage:” Erzählen Sie mir was über sich” Was soll man da antworten, ist die Frage in Bezug auf meine Persönlichkeit gestellt, auf meinen schulischen/beruflichen Werdegang, meine Erfahrungen in dem Beruf etc.
Und würde sich es negativ auswirken, genauer nachzufragen, was der Personaler genau damit meint?
Lg
Bei einem Bewerbungsgespräch empfiehlt es sich natürlich, in erster Linie über den schulischen/beruflichen Werdegang zu erzählen. Aber m.E. gehören persönliche Dinge (Hobbies etc.) ebenso dazu. Wir sind ja nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Mensch ;-)
Hallo Marcel. also zunächst einmal auch von meiner Seite grosses Kompliment für den hier bestehenden Blog. Nun zu meiner Frage: Ich habe in ca einer Woche ein Vorstellungsgespräch in einer Spedition in welcher ich gerne eine Aussbildung zum Kauffmann für Spedition und Logistikdienstleistung durchführen möchte. Bezüglich des Vorstellungsgespräches mache ich mir da keine Sorgen als viel mehr dem 1 stündigen Eignungstestes welcher aus 3 Teilen sich zusammensetzt. Da ich derartige Eignungstests bisher noch nie bestritt kann ich mir darunter relativ wenig vorstellen und hoffe deshalb natürlich auf die ein oder andere Auskunft deinerseits. Ich bedanke mich im Voraus und verbleibe
Mit freundlichen Grüssen