Denkanstösse | Arbeitsorganisation | Selbstständigkeit:

Heide Liebmann ist Texterin (und nicht Fliegenfischerin). Und sie verschenkt Wissen zur Positionierung mit dem Nasenfaktor:

Lesenswerte Denkanstösse – nicht nur für Selbstständige!

“Man muss nur wollen, dann klappt’s”, ist ein viel gehörter Satz, wenn’s um die berufliche Selbstständigkeit geht. Der Wille ist ohne Zweifel eine wichtige Voraussetzung, um den gewünschten (und nicht nur den erhofften!) Erfolg zu realisieren. Aber es gibt noch einige Kriterien mehr, die man erfüllen sollte, damit die berufliche Selbstständigkeit nicht in der Frustration oder gar in der Sackgasse endet.

Der Persönlichkeits-Trainer und -Coach Roland Kopp-Wichmann hat den Artikel Mein Chef bin ich (managerSeminare) zum Anlass genommen, seine Erfahrungen aus über 20 Jahren in der Selbstständigkeit festzuhalten: Diese zwölf Persönlichkeitsmerkmale brauchen Sie als Selbständiger.

Ein Artikel, der einem aufgrund der Länge zwar etwas Durchhaltevermögen abverlangt. Wenn Sie sich aber mit der Selbstständigkeit, lohnt sich das Lesen allemal!

Ich kann Roland Kopp in allem beipflichten. Möchte aber drei Punkte aus meiner eigenen Erfahrung beisteuern:

  • Ist nur 100% möglich? Natürlich nicht! Ich möchte Sie ermuntern, die Selbstständigkeit auch dann zu wagen, wenn Sie zu Beginn noch nicht alle Merkmale erfüllen. Seien Sie sich aber bewusst, in welchen Bereichen Sie allenfalls Ergänzung von aussen (Stichworte: Partner, Coach) brauchen und auf welche Sie im Laufe der Selbstständigkeit immer wieder achten müssen, um diese “on the go” entwickeln zu können.
  • Flexibilität vs. Mut zur Spezialisierung: Diese beiden Themen waren für mich zu Beginn der Selbstständigkeit die Knacknüsse. Die Falle, in die ich immer wieder hinein getappt bin (und es sogar heute noch ab und zu tue): ich bin flexibel, offen für vieles und bringe zum Glück ein ausgesprochen breites Wissen und vielseitige Begabungen mit. Das bringt viele Chancen (pro Flexibilität), aber auch Gefahren (contra Spezialisierung). Ich hatte fortlaufend (und habe noch immer) mit mir zu kämpfen, um mein Spezialisten-Profil nicht zu verwässern. Diese Situation ist insbesondere in der Anfangszeit der Selbstständigkeit prekär: man ist auf (fast) jeden Auftrag und Umsatz angewiesen und kommt immer wieder in Versuchung, auch noch “dies und das” anzubieten. Hier gilt es Selbstdisziplin zu üben und sich sinnvolle Unterstützung von aussen zu holen (Stichwort: Coach)
  • Optimismus und Kundenorientierung: Optimismus ist eindeutig ein wichtiger Punkt – nur wer an seine Produkte/Dienstleistungen glaubt, wird damit Erfolg haben. Nur gibt es auch andere, die den eigenen Erfolg (mehr oder weniger direkt) beeinflussen: die Kunden. Deshalb ist Kundenorientierung genauso wichtig. Und – als Gegenpart zum Optimismus – der Realismus. Wenn ich von meiner Lösung überzeugt und optimistisch bin, die Kunden damit aber (noch) nichts anfangen können (“Der Markt ist noch nicht reif”), wird’s sehr, sehr schwierig!

Ich habe die erfreuliche Erfahrung gemacht, dass hier im JobBlog viele Selbstständige mitlesen und jeweils ihre Erfahrungen einbringen. Deshalb meine Frage: Haben Sie weitere Kriterien, die zum Sollprofil für Selbstständige gehören? Welche Erfahrungen (ob positiv oder negativ) haben Sie gemacht? Welche Themen waren für Sie die Knacknüsse?

Ich freue mich auf Ihre Ergänzungen in den Kommentaren!

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