Blacksocks: Schluss mit löchrigen Socken!

von Marcel Widmer am 1. Mai 2007

Das Problem mit vereinsamten Socken habe ich ja schon einmal aufgegriffen. Und ich (und meine Ehefrau, die sich verdankenswerter Weise bei uns um die Wäsche kümmert) sind mit der gefundenen Lösung mit den Socken-Clips mehr als zufrieden. Das Socken schluckende Waschmaschinenmonster ist ausgetrickst!

Nur … Gegen ausgebleichte, rutschende oder gar löchrige Socken (wie peinlich!) helfen auch die Socken-Clips nicht. “Garbage in – garbage out” gilt auch hier!

Was macht aber jemand wie ich? Morgenmuffel (merkt blöderweise erst im Lauf des Vormittags, dass die schwarzen Socken schon längst ausgebleicht sind), Non-Shopper (muss sich zum Sockenkauf tagelang motivieren) und Socken-Konventionalist (nur schwarz – nichts Ausgeflipptes).

Er ordert die Socken! Bei jemandem, der mit unterschiedlichen Socken und “zusammengezogenen Innereien” (Zitat) beinahe seine junge Karriere ruiniert hätte und deshalb zusammen mit einem Freund eine Geschäftsidee realisierte, die seit bald 8 Jahren weltweit Erfolge feiert und für die erfolgreiche Umsetzung einer an und für sich trivialen Ideen etliche Business-Preise erhalten hat:

Samy Liechti und Marcel Roth haben 1999 BLACKSOCKS bzw. das Socken-Abo erfunden, um …

Sie und den Rest der Welt von Socken-Sorgen zu befreien

Das Prinzip (und das Erfolgsrezept) ist so einfach wie genial:

Mit dem Socken-Abonnement ist man Mann bestens gerüstet:

  • Man abonniert seine Socken wahlweise 3, 4 oder 6 Lieferungen jährlich à 3 Paar Socken und ist damit sein Socken-Beschaffungsproblem für lange Zeit los (für ganz besonders langfristig Denkende gibt’s das Life-Time-Abo mit 5% Rabatt).
  • Wer als Schnellstarter gleich seinen alten Sockenbestand ersetzen will kann auch das Starter Kit mit einer einmaligen Lieferung von 10 Paar Socken ordern.
  • Skeptiker bestellen vorab entweder ein Test-Paar oder ein Schnupperpaket (*) (man beachte: Socken + Schnuppern ;-) ) mit einer einmaligen Lieferung von 3 Paar.
  • Die Preise liegen zwischen etwas mehr als 10 Franken (Shorties und Wadensocken in Normalqualität) und knapp 29 Franken (Wadensocken in Cashmere-Seiden-Qualität) – also absolut im “erträglichen” Rahmen für Qualitätssocken.
  • Die Socken werden per Priority-Briefpost in die ganze Welt verschickt, die Lieferkosten sind im Abo-Preis inbegriffen.
  • Auch Frau ist übrigens damit bestens bedient: die Socken-Abos gibt’s auch als Geschenk.
  • Was mich zusätzlich überzeugt hat: der Kundendienst ist mehr als flexibel. Egal, ob man die Sockengrösse während der Abolaufzeit ändern, sich die Socken in die Ferien nachsenden lassen (wer hat sooo lange Ferien?) oder die Socken mit Miles & More bezahlen will: für (fast) alles gibt’s eine Lösung.

Alles perfekt? Fast alles …

Die Idee und die Lösung von BLACKSOCKS gefällt mir ausgezeichnet (würde ich sonst meine Socken dort kaufen abonnieren?). Zwei Punkte gibt es allerdings, die mich nicht 100%ig überzeugen:

  1. Bei mir “zerreist’s” beim Bestellvorgang das Layout im Firefox-Browser. In der Folge muss ich horiontal Scrollen, um die Bestellung weiter bearbeiten zu können. Zudem mag zwar graue Schrift auf schwarzem Grund dem Corporate Design entsprechen – die Lesbarkeit leidet trotzdem. Hier muss BLACKSOCKS (oder deren Web-Partner) noch ein paar Löcher stopfen ;-) .
  2. Eine gute Geschäftsidee, die Geld einbringt, finde ich fantastisch. Dass der Erfolg auf andere Produkte übertragen werden will, find ich auch OK. Aber passen T-Shirts und Unterwäsche (Modelle Capucine, Josephine und Delphine) wirklich ins Konzept bzw. zur cleveren Lösung? Gibt es japanische Teezeremonien, in denen man(n) die Hose ausziehen muss und so die Unterwäsche sichtbar wird?

 
(*) Wer nicht an Socken schnuppern will, sondern lieber den BLACKSOCKS-Mitgründer Samy Liechti in einem Interview hören will, klickt hier auf das Pfeilsymbol:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

(Ausschnitt aus dem Podcast der Start-up- und Innovationsszene Schweiz)

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{ 5 Kommentare… lesen Sie unten oder schreiben Sie selbst einen }

1 Zamyat M. Klein Mai 6, 2007 um 07:37

Die Idee finde ich klasse – leider gibt es da keine Socken für Frauen. Schade.

Zauberhaft finde ich das Socken Memory- Spiel (ich spiele gerne) und vor allem dann am Ende: wäre es nicht einfacher, wenn alle Socken gleich aussähen? Das ist wirklich ein klasse Werbegag.

2 rouge Mai 9, 2007 um 12:49

Tolle Idee – ich hatte mal ein Jahresabo von denen. Nun bin ich erwachsen und hab gelernt meine schwarzen Socken selber zu kaufen ;-)

3 Marcel Widmer Mai 9, 2007 um 13:16

Abwarten, Rouge. Irgendwann kommst auch Du ins Alter und bist wieder froh. Bekanntlich schliesslich sich der Kreis irgendwann ;-)

4 rouge Mai 10, 2007 um 16:27

Das hat was! Gute Idee. Muss den Dienst gleich mal bookmarken. So für alle Fälle :-)

5 PCMasters Mai 19, 2007 um 19:20

Witzige Idee, ich frage mich nur, wieviele Leute den Dienst nutzen. Wenn man Geld hat, lohnt sich das Abo auch, da die Socken wirklich qualitativ sind und man im Abo diese monatlich zugeschickt bekommt.

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