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Deutsche Juristerei

Ich wage die Prognose: in spätestens 5 Jahren hat das deutsche Rechtssystem das (tiefe!) US-amerikanische Niveau erreicht! Hält jemand dagegen?

Die spinnen, unsere Freunde im Norden!

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30. Dezember 2005 um 15:39

{ 5 Kommentare… lesen Sie unten oder schreiben Sie selbst einen }

1 rico 9. Dezember 2005 um 21:14

“Empfehlungen von zufriedenen Kunden an Freunde und Kollegen über die Website eines Anbieters!”
vorsicht: nur weitere(!) werbung in der produktmempfehlung auf die der absender keinen einfluß hat und vom anbieter eingefügt wurde ist verboten.

viele grüße

rico

2 flatter flink 14. Dezember 2005 um 14:05

Nachdem in meinem blog neulich ein US-Amerikaner sich und die Angehörigen seines Volkes zu verteidigen versuchte, muß ich hier einmal auf die Pauschalaussage “Die spinnen, unsere Freunde im Norden!” eingehen.
Sie ist vollkommen richtig.

schönen gruß
ff

p.s.: allerdings juckt es mich schon, probeweise einen 250000 chf-link hier zu posten. vielleicht beim nächsten mal…

3 Marcel Widmer 14. Dezember 2005 um 18:16

[...] probeweise einen 250000 chf-link hier zu posten. vielleicht beim nächsten mal […]

250 000 CHF? Das wär doch arg überteuert! Aber die hier genannten 250 CHF sind bitterernst!

4 flatter flink 16. Dezember 2005 um 02:16

ouch!

“Erst lesen, dann absenden” – und ewig lockt das Fettnäfchen.
Wieder einmal wurde ein Komma zu wenig von einer Null zu viel ersetzt. Aber 7,6% MWSt sind auch zu verlockend, da gibt der Teutone gern mehr!

mea culpa

ff

5 d.w. 8. Januar 2006 um 09:29

Okay, die erwähnten Punkte zeigen natürlich wieder und wieder die Web-Inkompetenz deutscher Gerichte (nichts neues seit mind. 10 Jahren, leider) und die angebliche Gier und Gewissenlosigkeit einzelner (!) Rechtsanwälte. Und natürlich die Tendenz jeder Gesellschaft, dass die Mächtigen/Reicheren freier agieren können als die Machtlosen/Armen.

Was ich mir für Deutschland/Europa jedoch durchaus wünschen würde, wären die Class-Action-Lawsuits. Wenn in den USA etwa ein Hersteller wissentlich ein fehlerhaftes Produkt auf den Markt bringt, hilft ihm ein Class Action Lawsuit schnell in die Gänge. Der CAL ist in vielen Fällen die letzte Waffe des sprichwörtlichen “kleinen Manes” gegen die geldstarrenden Goliaths. In Deutschland/Europa ist man dagegen in vielen solchen Situationen vollständig hilflos – zumal wenn dem Verbraucherschutz der Geldhahn wie vielerorts abgedreht wird. Die eventuelle Möglichkeit ist da nur noch, über die Presse zu gehen. Doch dies ist regelmäßig unmöglich, wenn die relevante Presse durch Kritik an der betreffenden Firma Werbeeinbußen fürchtet oder das Thema aus diversen Gründen als Pressethema unattraktiv wird.

Ja, das US-amerikanische Rechtssystem treibt Stilblüten (wobei viele der angeblichen An-den-Kopf-Fass.Fälle mehr Internet-Legende als Realität sind) – es hat aber auch einige durchaus vernünftige Seiten.

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